Wieso verfilzen Wollpullover?

Wenn der Lieblingspullover nach einer Wäsche verfilzt, wird er hart und kratzig. Der Grund dafür liegt in Wollfasern, die sich ineinander verhaken. Um das zu vermeiden, heisst es: die Wolle nicht zu heiss waschen.

Junge mit Wollpullover

Bildlegende: Damit der Lieblingspulli nicht hart und kratzig wird, sollte man ihn vorsichtshalber nicht in der Maschine waschen. Colourbox

Wolle kann man mit dem menschlichen Haar vergleichen. Wie das Haar, bestehen auch die einzelnen Wollfasern aus mehreren Schichten. «Schuld» am Verfilzen des Lieblingspullis ist die äusserste Schicht, die Schuppenschicht.

Die einzelnen Schuppen lappen wie bei einer Fischhaut übereinander. Durch eine starke mechanische Einwirkung beim Waschen, starkes Schleudern oder Reiben, öffnen sich die Schuppen wie bei einem Tannenzapfen. In dieser voluminösen Form geraten die Schuppen einer Wollfaser jedoch leicht ins Gehege der benachbarten Fasern. Sie verhaken sich, es entsteht Filz.

Doch nicht nur die Bewegung der Wollfasern beim Waschen ist ein Problem. Auch Wasser trägt Mitschuld am Verfilzen. Es lässt nämlich die Wollfaser aufquellen. Je heisser das Wasser, desto mehr geht die Faser auf. Und je stärker sie quillt, desto eher verhaken sich die Schuppen der Wollfasern.

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