In Vino Veritas

Wein ist eine Wissenschaft für sich. Im wahrsten Sinne – denn ohne Wissenschaft gäbe es keinen Wein mehr. Mitte des 19. Jahrhunderts rottete die amerikanische Reblaus die hiesigen Reben fast aus. Retter in der Not waren Wissenschaftler. Sie pfropften die europäischen Edelreben fortan auf amerikanische Wildreben und konnten so den Weinbau in Europa retten.

Heute stehen die Wissenschaftler erneut vor einer Herausforderung: Weinliebhaber lehnen den masslosen Chemie-Einsatz immer vehementer ab. Forscher auf der ganzen Welt arbeiten darum mit Hochdruck an pilzresistenten Reben. Ganz vorne mit dabei und ganz nah an einer Lösung: Experten aus der Schweiz.

Beiträge

  • «Spiezer Wysse»: Edler Tropfen oder saurer Essig?

    Die Spiezer Bucht ist eines der höchst gelegenen Weinanbaugebiete Europas. Der Weisswein aus dem Berner Oberland hat seit jeher den Ruf, besonders sauer und herb zu sein hat. Selbst die Einheimischen schimpfen ihren Wein Essig: besser geeignet zum Einreiben als zum Trinken. Gegen diesen üblen Ruf hat eine mutige Winzerin nun den Kampf aufgenommen. Mit Erfolg – ihre alpinen Weine haben bereits erste Preise gewonnen.

  • Weinverkostung: Wissenschaft oder Wichtigtuerei?

    Beeriges Aroma, würzige Pfeffernote und gut strukturierter Körper … - wie viel Wahrheit steckt in der sogenannten Weinansprache? «Einstein» schickt Moderator Tobias Müller in einen Sensorik-Crashkurs, wo der überzeugte Weinmuffel die Sprache des Weins erlernen soll. Anschliessend muss der Sensorik-Lehrling das Erlernte unter Beweis stellen: In einer Runde ausgewiesener Kenner. Schafft es Tobias Müller dort zu bestehen? Ein Experiment mit offenem Ausgang.

  • Weinbau-Chemie: Teufel oder Beelzebub?

    Dutzende von Käfern, Milben und Würmer wollen der Weinrebe schaden; Armeen von Pilzen, Bakterien und Viren nisten sich im empfindlichen Gewächs ein. Dagegen hilft nur die Chemiekeule; davon sind die allermeisten Winzer überzeugt. Das kann auch gründlich schiefgehen. Reben in der ganzen Schweiz erlitten diesen Sommer mysteriöse Schäden. Der Verdacht fällt auf ein zugelassenes Pflanzenschutzmittel. «Einstein» spricht mit dem Hersteller, mit betroffenen Winzer und den zuständigen Stellen in Bundesbern. Eine Recherche, die Beunruhigendes aufzeigt.

  • Alternativen zum Gift: Biologisch-dynamisch oder genmanipuliert?

    Die Wahrheit ist: Auch der Bio-Winzer spritzt Pflanzenschutzmittel. Sie sind zwar natürlichen Ursprungs, doch auch sie belasten die Böden. Alternativen sind also gefragt. Sie reichen vom anthroposophisch-ganzheitlichen und biodynamischen Ansatz bis zur umstrittenen Genmanipulation. In der Schweiz aber versuchen findige Forscher, mit der althergebrachten Veredelungstechnik des Pfropfens resistente Sorten zu züchten. Bisher mit erstaunlichem Erfolg – ihre resistenten Sorten scheinen süffige Weine zu ergeben.