Migration und Menschenströme

Laut der Uno sind heute über 200 Millionen Menschen weltweit fern ihrer Heimat unterwegs. Migration hat viele Treiber: Arbeit, Familie, Unsicherheit, Krieg. Was passiert, wenn plötzlich viele Menschen eine neue Heimat suchen? Und welchen Einfluss haben diese Bewegungen auf unsere Gesellschaft? Nicht zuletzt die Schweiz wurde durch Migration massgeblich verändert. «Einstein» zeigt Forschungsansätze, die das Thema untersuchen und erklären. Etwa, wie sich die Solidarität mit Flüchtlingen erforschen lässt. Oder wie technisch ausgeklügelte «Smart Borders» einst die Grenzen der Zukunft werden sollen.

Beiträge

  • Olivenöl statt Schweineschmalz

    Seit der Industrialisierung kommen Migranten in die Schweiz. Sie leben und arbeiten hier und sie beeinflussen die Gesellschaft - nicht nur politisch und wirtschaftlich, sondern auch kulinarisch und kulturell. Walter Leimgruber, Professor für Kulturwissenschaft an der Universität Basel, beleuchtet das heutige Einwanderungsland Schweiz und die Veränderungen in der Küche, im öffentlichen Raum und im Arbeitsalltag.

  • Migration 3.0

    Sie sind mobil, sie arbeiten in mehreren Ländern und sie organisieren ihren Lebensalltag über mehrere Grenzen hinweg – immer mehr Menschen leben «multilokal». Das bedeutet: Die Mobilität verlinkt sich mit der Migration und schafft verblüffende Lebensmodelle. «Einstein» zeigt, wie Migration 3.0 funktioniert.

  • Porträt: Aktivist und Migrationsforscher

    Mitten dabei im Flüchtlingsboot: Als Aktivist betreut Simon Sontowski eine Satellitentelefon-Hotline für im Mittelmeer in Not geratene Flüchtlinge und erlebt dabei das Schicksal der Menschen hautnah mit. Gleichzeitig untersucht er als Migrationsforscher der Universität Zürich kritisch jene Projekte, mit denen die EU die Grenzübergänge der Zukunft mit High-Tech sichert. Lässt sich Migration in Zukunft so steuern?

  • Die neue Solidarität

    Zu Tausenden erreichen Flüchtende die Bahnhöfe und Grenzen verschiedener EU-Staaten. Dabei solidarisieren sich die Menschen vor Ort mit den Migranten, helfen mit Decken, Kleidern oder Lebensmitteln. An der Universität Neuenburg untersuchen Forscher die Bedeutung dieser Bürgersolidarität für unsere Gesellschaft.

  • Riace: das italienische Immigranten-Dorf

    Flüchtlinge werden in Italien meist abgewiesen oder weitergereicht. Der Bürgermeister eines kalabrischen Dorfes dreht den Spiess nun um: Bevor sein Dorf wegen Abwanderung immer mehr verfällt, nimmt er Flüchtlinge auf und bietet ihnen an, dauerhaft eine neue Existenz aufzubauen. Ein simpler wie verwegener Plan.