«Nanotechnologie: Was bringt sie uns?»

Der Nanotechnologie werden viele Facetten zugeschrieben: Sie sei vielseitig, zukunftsträchtig – aber auch risikoreich. In einem jedoch sind sich alle einig: Diese Welt der kleinen Dinge wird unsere Gesellschaft im Grossen verändern.

Im nationalen Forschungsprogramm «Chancen und Risiken von Nanomaterialien» hat sich die Wissenschaft in den letzten fünf Jahren intensiv mit der umstrittenen Technologie beschäftigt. «Einstein» ordnet die wichtigsten Erkenntnisse ein: Wir zeigen die Möglichkeiten in der Medizin und Materialforschung, aber auch die gefährlichen Auswirkung auf unsere Umwelt. Ein Blick in eine faszinierende und fremde Welt, die dem blossen Auge verborgen bleibt.

Beiträge

  • Schon drin: Nanopartikel in Lebensmitteln

    Wenige Milliardstel grosse Partikel sind in Lebensmitteln, entweder als natürliche Stoffe, in Form von Eiweissen oder Fetten, oder sie werden künstlich hinzugegeben: Siliziumdioxid, Titandioxid, Silber. Wo überall sind Nanopartikel enthalten und was bedeutet das für uns Menschen? Eine Bestandsaufnahme.

  • Risikoteilchen? Neue Wege mit Nano-Medizin

    Durch die Haut, durch die Lunge oder die Plazenta: Freie Nanopartikel können Barrieren im Körper überwinden. Ob und wie diese Teilchen wirken, darüber weiss die Wissenschaft noch wenig. Klar ist: Nanopartikel werden bereits heute im Kampf gegen Krankheiten wie Krebs genutzt. Wir zeigen, welche Chancen die Nanowelt der Biomedizin von morgen bietet.

  • Wie viel, wo, wann, wohin? Der Weg der Nanopartikel in der Umwelt

    Silber-Nanoteilchen in Textilien oder Kohlenstoff-Nanoröhrchen in Elektronikbauteilen: Früher oder später gelangen Nano-Partikel auch in die Umwelt: Sie werden bei der Entsorgung freigesetzt oder fliessen ins Abwasser. Schweizer Forscher verfolgen diese Nano-Spuren und beziffern erstmals, was das für Mensch und Umwelt bedeutet.

  • Der scharfe Blick auf die Zwerge: die STED-Mikroskopie

    Keine Forschung ohne geeignete Ausrüstung: Erst die Erfindung des Rastertunnelmikroskops hat es der Forschung ermöglicht, Nanostrukturen zu erforschen. Vor 30 Jahren wurde diese Erfindung mit dem Nobelpreis geehrt. Jetzt hat der deutsche Forscher Stefan Hell auch das klassische Licht-Mikroskop weiterentwickelt, um noch bessere Bilder aus der Welt der Zwerge zu liefern – und auch dafür den Nobelpreis bekommen.

  • Inspiration Natur: Lernen von Insekten

    Wenn ein grüner Käfer plötzlich schwarz wird, dann blicken wir tief in die Nanowelt des Naturreichs. Ob Schmetterling oder Käfer: Die Natur nutzt kleinste Nanostrukturen für ihre Tarnung. «Einstein» zeigt, wie Nanophysiker diese Strukturen nachbauen, um zu verstehen, wie diese komplexen Systeme funktionieren. Und wie wir sie für uns nutzen können.