Plastikmüll – auch ein Schweizer Problem

Die riesigen Plastikteppiche in den Ozeanen, wir kennen sie unterdessen alle. Doch auch in der Schweiz landen tausende Tonnen Plastikabfall in der Natur – oft unwissentlich.

«Einstein» begleitet die erste Schweizer Littering-Studie und erfährt: Auch in der Schweiz landet viel zu viel Plastik in der Umwelt. Der Hauptanteil: Zigarettenfilter. Aber auch Waschen oder Autofahren hinterlässt Plastik-Spuren in der Umwelt. Höchste Zeit für ein Umdenken. «Einstein» zeigt Plastik aus Hühnerfedern und gibt Tipps für ein Leben mit weniger Plastik.

Beiträge

  • Wie wir unsere Welt plastifizieren

    Bis zu 140 Millionen Tonnen Plastik treiben inzwischen in den Meeren. Zwei Drittel der Meeresvögel haben Plastik im Magen. Und die Meere sind zu eigentlichen Plastiksuppen geworden, voll mit winzigsten, kaum sichtbaren Plastikteilchen. Sogenannter Mikroplastik. Studien zeigen: Mikroplastik findet sich unterdessen auch im europäischen Trinkwasser, ja gar in der Luft. Auf den Dächern und Strassen von Paris setzen sich jährlich bis zu 10 Tonnen Mikroplastik aus der Luft ab. Selbst im Tomasee, der Rheinquelle, fanden Forscher eine erstaunliche hohe Konzentration von Mikroplastik.

  • Die Plastiksündenfälle in der Schweiz

    Plastikabfall ist auch in der Schweiz ein Problem. Zum einen produzieren wir unbewusst gewaltige Mengen Mikroplastik, der in der Natur landet: Durch Reifenabrieb kommen alleine von den Personenwagen jährlich geschätzte 10'000 Tonnen. Und beim Waschen gelangen Milliarden Kunstfasern direkt ins Wasser. Forscher haben aber auch nachgewiesen, dass die Plastikabfälle in unseren Gewässern hochgiftig sein können. Weil sie einerseits selber Giftstoffe enthalten, andererseits aber auch wie ein Magnet Gifte wie Pestizide anziehen.

  • Wie Mikroplastik Pflanzen und Lebewesen beeinflusst

    Wie gefährlich ist Mikroplastik für Pflanzen und Lebewesen? Eine Frage, in der die Wissenschaft noch weit von einer Antwort entfernt ist - die ersten Langzeitexperimente haben erst begonnen. Und doch gibt es bereits erste, teilweise erschreckende Resultate. So Studie aus Deutschland beispielsweise konnte sogar zeigen, dass die Folgen von Mikroplastik im Boden sogar schlimmer sein könnten als im Gewässer.

  • Die Suche nach dem Supermaterial

    Wichtigster Rohstoff für Plastik ist Erdöl. Dieses ist jedoch nicht nur teuer, sondern vor allem umweltschädlich. Die Suche nach einer ökologischen Alternative läuft seit Jahren auf Hochtouren, ist bis anhin jedoch erfolglos geblieben. Ein visionärer Forscher in Fribourg setzt nun auf ein Abfallprodukt, das normalerweise in der Kehrichtverbrennung landet: Hühnerfedern. Erste Versuche sind erfolgsversprechend.

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Produzent: Simon Joller; Autorin: Sandra Odermatt