Wieso gibt es schwarze, grüne und sogar rosa Strände?

Quarzsand: Das ist das Material, aus dem Ferienträume sind – die hellbraune, weiche Decke auf unzähligen sonnigen Badestränden dieser Welt. Aber es gibt Ausnahmen – die «bunten Hunde» unter den Stränden.

Papakōlea Beach, oder auch Green Sands Beach: So heisst einer dieser «bunten Hunde». Er befindet sich auf Hawaii und ist – wie es der Name sagt – grün. Seine Farbe hat dieser Strand dem Aschekegel eines Jahrtausende alten Vulkans zu verdanken. In diesem Vulkan gibt es unter anderem das Mineral Olivin, ein sehr hartes Gestein. Die lokale Bevölkerung nennt es deshalb auch «Hawaiianischer Diamant».

Zusammen mit anderen, weicheren Mineralien wurde das Olivin über die Jahre durch die Erosion der Elemente abgetragen und gelangte bis ins Meer. Während die Erosion an Land und im Meer die weichen Mineralien zu Staub zermahlte, blieben vom Olivin kleine, geschliffene Körner zurück – Sand. Vom Meer an die Küste gespült, verleiht er heute dem Papakōlea Beach seinen grünen Schimmer.

Durch einen ähnlichen Prozess sind auch die schwarzen Strände von Island, Griechenland, den Kanaren oder Hawaii entstanden. Mit dem Unterschied, dass es sich dort um schwarzes Vulkangestein handelt, das zu feinem Sand geschliffen wurde. Vor allem über die Flüsse gelangte es ins Meer und formte sich schliesslich zu den schwarzen Stränden. Auch der aussergewöhnliche Strand von Elafonisi auf Kreta verdankt seine rosarote Farbe dem Meer. Es sind winzige rosafarbene Muschelteilchen, die das Meer an Land befördert hat.

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