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Fünfmalklug Warum müssen Fussballer ständig spucken?

Es scheint eine Notwendigkeit zu sein, von der nur Fussballer betroffen sind. Das Spucken. Seit Jahr und Tag gehört es zum guten Ton auf dem Fussballfeld. Eine wissenschaftliche Untersuchung offenbart Verblüffendes.

Remo Meyer rechts im Bild spuckt
Legende: Remo Meyer (rechts) lässt seinem Frust freien Lauf. Keystone

Das Phänomen ist nicht schweizerisch oder europäisch – es ist weltumfassend. In Afrika wird genau so gerotzt wie in Asien und Südamerika. In Mexiko hat sich sogar eine wissenschaftliche Studie mit dem Thema befasst. Verhaltensforscher der Universität Gijon haben eine Langzeitbeobachtung zum Thema durchgeführt.

Nord-Süd-Gefälle des Spuckens

Die Resultate: Alle Fussballer neigen zur überfeuchten Aussprache, doch sie tun es nicht gleich häufig und nicht auf die gleiche Art und Weise. Die Studie kommt zum Schluss, dass ein Nord-Süd-Gefälle existiert. Je südlicher der Geburtsort des Spielers desto grösser seine Neigung den Rasen mit Rotz zu wässern.

Dabei unterscheide sich auch die Art der Speichelabsonderung. An der Art des Spuckens lasse sich die Nationalität des Spielers ableiten: Der Deutsche spuckt direkt geradeaus, der Österreicher in hohem Bogen mit erhobenem Haupt und der Italiener will beim Spuken eine gute Figur machen.

Speichel sollte Flüssigkeitsverluste ausgleichen

Medizinisch gesehen ist das Rotzen auf dem Spielfeld kontraproduktiv. Die vermehrte Speichelproduktion sollte Flüssigkeitsverluste ausgleichen. Doch diese Weisheit ist für die Spieler anscheinend schwer zu schlucken. Einen Ausweg aus diesem feuchten Teufelskreis gibt es nicht, die Fifa will bis jetzt spuckende Fussballer nicht sanktionieren.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Monika Vögtli Saner, Trimbach
    Ich wäre schon lange dafür, dass man das Spucken mit einer gelben Karte bestraft statt die gelbe Karte zu zeigen, nachdem ein Torschütze sein Leibchen auszieht vor Freude. Das Spucken ist eine "Saumode" geworden und total überflüssig und kontraproduktiv für den Körper. Dazu kommt noch die Tatsache, dass die Junioren diese Macke übernehmen und ihre Idole nachahmen.
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  • Kommentar von Hagou Hans, Bienne
    ...IM EISHOCKEY IST'S NOCH EXTREMER. Da wird auf der Spielerbank AN DIE BANDENFLÄCHEN und auf den Schlittschuhschutzboden (Garderoben und um die Eisflächen) grün und blau gespuckt, was das Zeugs hält!!! Kaum vorzustellen, was diesen an der Bande hängenden Spieler aber auch zu späteren Zeitpunkten, den EiskunstläuferInnen, dessen Eltern, Betreuer und vorallem während dem freien Schlittschuhlauf, für klebrige Spuren, Bakterien an diverse Kleider transferiert wird!!! E GUETE MITEINANDER
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  • Kommentar von Pia Müller, 9444 Diepoldsau
    Diese Spuckerei ist einfach eklig und "grusig" und hat nichts mit Sport zu tun. Ich möchte jedenfalls nicht in diese Spuck-Suppe auf dem Fussballplatz fallen ! Das gilt nicht nur für Intern. Sportgrössen sondern auch für Biker, Jogger, Fussgänger im normalen Alltagssport. Für mich eine absolute Charakter- und auch Erziehungssache, NICHT und NIE ausserhalb zu Spucken !!!
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    1. Antwort von Hans Fürer, Au-ZH
      Ganz meiner Meinung! Den Hebel sollte man aber nicht nur bei den Sportlern ansetzen, sondern auch bei den TV-Verantwortlichen! Es macht den Anschein, dass die Regisseure aus unerfindlichen Gründen den Ehrgeiz haben, so viele Spuckszenen wie nur möglich im Nahformat zu übermitteln. Ob man denen einmal in die Suppe spucken sollte, damit ihnen ein Licht aufgeht?
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    2. Antwort von Gerhard Himmelhan, 3904 Naters
      Frau Müller, für Sportler bin ich geneigt eine Ausnahme zu machen. Ansonsten bin ich ihrer Meinung. Ich mache bei mir des öftern beim Velofahren die Feststellung, dass sich bei Anstrengungen zu viel Speichel im Mund befindet der einfach mal raus muss. Trotzdem einen schönen Feiertag
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