Wozu ist eigentlich Nebel gut?

Nebel führt zu depressiven Verstimmungen: Im Herbst steckt das Mittelland tief in der grauen Suppe, im Winter beklagen wir uns unten über den Hochnebel-Deckel und wir beneiden die Bergler, welche die Sonne geniessen. Nebel verunsichert oder kann sogar gefährlich werden, wenn wir darin herumirren, tatsächlich oder sinnbildlich. Bei so grossen Auswirkungen auf unsere Verfassung würde man natürlich gerne wissen: Hat Nebel eigentlich auch positive Eigenschaften? «Einstein» zeigt die guten Seiten des ungeliebten Graus.

Beiträge

  • Nebeljäger: Auf der Suche nach dem perfekten Nebelbild

    Im Herbst erwacht bei Stefan Forster das Jagdfieber. Der Natur- und Landschaftsfotograf macht Jagd auf Nebel, denn dieser versetzt Landschaften in unverwechselbare Stimmungen. Aber der graue Dunst ist unberechenbar. Nur ganz selten findet der Fotograf den zarten Nebelschleier, der das Licht genauso bricht, wie er es sich für seine Bilder vorgestellt hat. «Einstein» reist mit ihm ins Engadin, wo er am Silsersee das perfekte Nebelbild schiessen will.

  • Nebelforscher: Aerosole als Keime für Wolken und Nebel

    Wenn Wolken oder Nebel entstehen, kleinste Partikel in der Luft, sogenannte Aerosole, eine wichtige Rolle. Am Cern in Genf untersuchen Forscher des Paul Scherrer Instituts, welche Aerosole auf welche Art mit Wolken interagieren und versuchen so, der Wolkenbildung besser auf die Spur zu kommen. Denn Wolken stellen eine der grössten Unsicherheiten im zukünftigen Klima dar.

  • Nebelfischer: Trinkwasser im marokkanischen Antiatlas

    Die Atacamawüste in Chile, der Antiatlas in Marokko oder andere aride Gebiete weltweit: Auch wenn es hier kaum je regnet, ist dank Nebel sehr viel Wasser in der Luft. Seit einigen Jahren werden die Tröpfchen mit verschiedenen Arten von Netzen eingefangen und gesammelt. Ein besonders effizientes und stabiles System, das auch starken Winden standhält, hat eine deutsche Stiftung in Marokko installiert. Sauberes Trinkwasser für Hunderte, dem Nebel sei Dank.