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Eurovision Song Contest Heilsarmee-Sängerin Sarah ist Uniform-Verbot egal

Am Montag kam heraus, dass die Heilsarmee wohl die Schweiz am Eurovision Song Contest vertreten darf, aber auf ihre Uniformen auf der Bühne verzichten muss. Heilsarmee-Sängerin Sarah Breiter ist das egal.

Legende: Video Sarah Breiter über das Uniform-Verbot abspielen. Laufzeit 0:21 Minuten.
Vom 18.12.2012.

Seit bekannt ist, dass die sechsköpfige Heilsarmee-Band die Schweiz am Eurovison Song Contest 2012 in Malmö vertreten wird, vergeht kein Tag, an dem nicht darüber diskutiert wird, ob eine freie Kirche wie die Heilsarmee überhaupt an einem Musikwettbewerb wie dem ESC zulässig ist. Selbst ihr Siegersong «You and Me» wurde genau unter die Lupe genommen. Denn gemäss den Regeln der EBU sind Songs, die eine politische oder kommerzielle Botschaft enthalten, nicht gestattet. Beim Siegertitel «You and Me» ist dies aber glücklicherweise nicht der Fall, wie ESC-Sprecher Jarmo Siim auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda bestätigte.

Hinter jeder Uniform steckt ein Mensch

Was die Heilsarmee-Band aber definitiv nicht darf – in ihren Uniformen auf der Bühne stehen und unter dem Namen «Heilsarmee» auftreten. Für Sängerin Sarah Breiter sind die Diskussionen und Entscheide eher sekundär, wie sie am Montag während eines Medienmarathons gegenüber glanz & gloria erklärte. «Für mich persönlich spielt es keine Rolle, wie es weitergeht. Und das entscheide ich auch nicht», so die 20-Jährige, die sowieso bis anhin in normalen Kleider aufgetreten ist. Sie sieht es vielmehr so: «Hinter jeder Uniform steckt ein Mensch und das wollen wir auch zeigen. Wir wollen die Menschen mit unserer Musik erreichen.»

Im Januar: ESC-Gremium entscheidet definitiv über Heilsarmee-Teilnahme

Im Januar wird das zuständige ESC-Gremium definitiv befinden, ob der Schweizer Beitrag die Kriterien der Europäischen Rundfunkunion (EBU) erfüllt. Dann wird definitiv feststehen, ob die Heilsarmee-Band – oder wie sie dann auch heissen mag – für die Schweiz nach Schweden fährt.

17 Kommentare

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  • Kommentar von hans bauer, muri
    ich finde das lied nicht gut und diese frau nicht hübsch. und ich finde auch, dass wir uns mit diesem lied blamieren werden vor europa
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Geschätzter Herr Wand in Chur, auch mir ist klar, dass das Uniform-Verbot von der ESC-Organisation herkommt. Es geht mir jedoch um den Stil, mit dem gewisse Leute hierzulande gleich über diese Band herfallen und sich genüsslich bereits darüber freuen, dass sie vielleicht nicht auftreten kann. Natürlich wäre der Verzicht auf das Tragen der Uniform an sich kein Problem, aber es kommt halt vielen Salutisten so vor, dass sie durch das Ausziehen der Uniform gleichsam nackt auftreten müssten.
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  • Kommentar von Juha Stump, Zürich
    Lasst euch von der antichristlichen Hass-Liga, die in der Schweiz besonders stark wirkt und die Medien heute zu fast hundert Prozent kontrolliert, nur nicht kleinkriegen! Denen geht es in Wirklichkeit nicht um eure Uniformen, sondern nur um die Botschaft, die mit eurem Auftritt verbunden wird, auch wenn ihr in Malmö nicht "missionieren" werdet. Doch die Ehrlichkeit, das zuzugeben, haben diese Leute natürlich nicht.
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    1. Antwort von Andi Wand, Chur
      Ihnen ist schon klar, dass das Verbot nicht von der Schweiz herkommt, sondern von der ESC-Organisation, oder? Man sollte sich anhören, was die Sängerin im Video sagt. Sie spricht kluge Worte. Und wenn's der Heilsarmee nicht um's missionieren geht, hat sie auch mit dem Uniformverbot keine Probleme. Schliesslich geht es darum einen guten Song darzubieten. Das ist auch schon alles.
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