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Eurovision Song Contest Überraschend: Türkei boykottiert Eurovision Song Contest

39 Länder nehmen am Eurovision Song Contest 2013 im schwedischen Malmö teil. Nicht dabei ist allerdings die Türkei. Das Land verzichtet überraschend auf eine Teilnahme.

Türkische Flagge im Publikum
Legende: Verzicht Türkische Fans wird man am Eurovision Song Contest 2013 wohl nicht im Publikum sehen. Keystone

Die türkische Rundfunk- und Fernsehanstalt (TRT) kritisierte gemäss Medienberichten die geltenden Regeln des Wettbewerbs. Etwa den Umstand, dass die westeuropäischen Länder Deutschland, Frankreich, Grossbritannien, Spanien und Italien für den Final gesetzt sind. «Unfair» sei auch der reduzierte Einfluss des Zuschauervotings.

ESC weist Vorwürfe der Türkei zurück

ESC-Generalsekretär Jon Ola Sand wies die Vorwürfe aus der Türkei zurück. Die Regeln seien seit 2009 bekannt und die Türkei erhebe zum ersten Mal Einspruch, erklärte Sand in einem Communiqué vom Freitag: «Der Entscheid kommt für uns überraschend.» Die EBU wolle mit der türkischen Anstalt einen «gangbaren Weg» suchen.

Bereits seit längerem bekannt waren die Absagen von Bosnien-Herzegowina, Portugal und der Slowakei aus finanziellen Gründen. Entgegen früherer Berichte schicken Griechenland und Montenegro jetzt doch Delegationen nach Malmö. Armenien, das an dem von Aserbaidschan ausgetragenen ESC 2012 nicht teilnahm, ist in Schweden wieder mit dabei.

Teilnahme der Heilsarmee immer noch unsicher

Die vom Schweizer Fernsehpublikum gewählte Heilsarmee dürfte nur unter gewissen Bedingungen im schwedischen Malmö auftreten: Sie muss ihren Namen ändern und auf ihr klassisches Outfit verzichten. In einer Medienmitteilung vom Dienstag schrieb die Stiftung Heilsarmee: «Müsste die Heilsarmee den heute bekannten Auflagen vollumfänglich entsprechen, würde sie von einem Auftritt in Malmö absehen.»

Legende: Video Auftritt Heilsarmee-Band bei ESC-Entscheidungsshow abspielen. Laufzeit 2:59 Minuten.
Vom 15.12.2012.

Die Freikirche glaubt allerdings, dass man mit dem Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) einen «gangbaren Weg» finde. Man gehe davon aus, «dass es Möglichkeiten gibt, sich selber treu zu bleiben und gleichzeitig die Schweiz mit dem Siegersong [...] in Malmö zu vertreten.»

31 Kommentare

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  • Kommentar von Andrea Bortoni, 6962 Viganello (Lugano)
    Verantwortlich und Schuldig ist nur von Fernsehen Organisationen, weil sie haben schon gewuesst dass Uniform verboten war, dann, warum haben sie nicht sofort diese Lied von Heilsarmee disqualifiziert??? Sie haben schon ein Reglement gehabt von Eurovision Song Contest, warum haen dass nicht gesehen??
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  • Kommentar von michael, obergerlafingen
    NAja so ein grosser verlusst ist das auch nicht das die türkey nicht mitmacht. den oft fand ich die beiträge der türkey einfach nur furchtbar und konnte mir auch nicht vorstellen das normale schweizer für die türken stimmten. ich denke es waren vorallem die türken in unseem land die 1000 mal angerufen haben so bekam die türkey auch immer punkte aus der schweiz die sie meiner mienung zu unrecht verdient haben
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    1. Antwort von Igor B., Zürich
      'Normale Schweizer'? Die schauen doch den ESC nicht, die nörgeln nur daran rum. Des weiteren sind die Anzahl der Anrufe pro Anschluss begrenzt auf 20. Soviel zu den Fakten. Nun zur Absage der Türkei: Sie ist sehr zu bedauern. Gerade in den letzten Jahren hat die Türkei teils hervorragende Beiträge an den Contest geschickt, vor allem auch mutige. Ich kann die Begründung von TRT nicht nachvollziehen und kann mir dieses kleinliche Verhalten nur schwer erklären. Schade finde ich es trotzdem.
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    2. Antwort von Marc Zwahlen, Zürich
      Du bist aber ein Bauer gell? Die Türken haben richtig reagiert. ESC ist en Witz. Wir kriegen jedes Jahr eins auf die Fresse, aber bezahlen tun wir immer so viel. Hüt ab Türkei. Wir können als Schweizer viel lernen. Erinnert mich irgendwie an WEF Boykot von Erdogan.
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    3. Antwort von Fritz Fritzchen, 8001
      bring fakten du lauch die zunge spricht aus der seele, in deiner seele ist wohl zu viel fremdenfeindlichkeit
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  • Kommentar von Hans Demierre, Laupen
    Die Uniform gehört ganz klar nicht, und der Name Heilsarmee noch viel weniger an diesen Anlass, weis nicht was sich die Verantwortlichen dabei gedacht haben schon bei der Zulassung der Ausscheidung. Da ist doch einfach kein Platz für Nischenorganisationen und für Anhängersuchende. Entwerft eine neutrale Uniform ohne versteckte Reklametafel.
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