Sepp Dähler aus Stein AR

Auftakt zur siebenteiligen Serie macht der Appenzeller Sepp Dähler, der gleich mit einer ungewöhnlichen Spezialität punkten möchte, dem Tafelspitz. Dabei handelt es sich um ein fünf Wochen am Knochen abgehangenes Siedfleischstück eines seiner Rinder.

Allerdings stehen bei Dählers nicht einfach Rinder im Stall. Sepp nennt seine Tiere «Kabier», dahinter steckt die Verbindung von Kalb und Bier. Die findige Idee ist, die Wiederkäuer nur mit Nebenprodukten des Bierbrauens zu füttern. Zu fressen gibt es somit vorwiegend Malztreber und für den Durst Bierhefe. Analog zu japanischen Fleischproduzenten massiert auch der Appenzeller seine Tiere mit Bierprodukten, was die Durchblutung der Muskeln fördern soll. Eine nicht alltägliche Sache, die immer wieder mal zu reden gibt.

Sepp stört dies wenig. Seiner Ansicht nach macht er, was bereits früher üblich war: Er striegelt und pflegt seine Tiere – nicht mehr und nicht weniger. Ob auch seine Gäste von «Eusi Landchuchi» seine Arbeit zu schätzen wissen, bleibt abzuwarten.

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