Fargo – die Serie

1996 gelang den Coen-Brüdern mit «Fargo» ein Kulthit. Noah Hawley führte 2014 die Filmidee als TV-Serie weiter. Für die ersten 10 Episoden voller Absurditäten gab es Preise zuhauf. Staffel zwei führt nun ins Jahr 1979. Hier bricht ein naives Ehepaar einen blutigen Bandenkrieg vom Damm.

Die Darsteller der Serie.

Bildlegende: Die Darsteller der Serie. SRF

Am Anfang stand die verrückt Idee von Drehbuchautor und Produzent Noah Hawley, der aus der rabenschwarzen Provinz-Farce «Fargo» von 1996 eine Serie machen wollte. Die Filmwelt reagierte zunächst mit ungläubigem Staunen, doch die Schöpfer des Filmes, die Brüder Ethan und Joel Coen («The Big Lebowski»), sahen das Potential, gaben grünes Licht und stiegen als Produzenten mit ins Boot.

Was alle Staffeln der Serie mit dem Film verbindet ist einerseits das Provinzstädtchen Fargo (North Dakota), in das die ganzen Mordsgeschichten schliesslich auf verschlungenen Wegen immer wieder münden. Andererseits ein Geist der Niedertracht, der dafür sorgt, dass gewöhnliche kleine Leute, die als gebeutelte Kreaturen ein tristes Alltagsleben fristen, plötzlich mit Mord und Totschlag konfrontiert werden.

Im Film waren es zwei unterbelichtete Kriminelle gewesen, die ein mörderisches Räderwerk am Laufen hielten, das zum Schluss nicht nur ihren trotteligen Auftraggeber (legendär: William H. Macy als Jerry Lundegaard) sondern auch sie selbst zermalmte. Serien-Staffel Zwei hingegen – die, wie Staffel Eins, als abgeschlossene Story angelegt ist – beleuchtet einen Bandenkrieg, den 1979 die unbedachten Handlungen des Ehepaares Ed (Jesse Plemons) und Peggy Blumquist (Kirsten Dunst) vom Damm bricht.

Da steht auf der einen Seite der alteingesessene Gerhardt-Clan, auf der anderen ein Syndikat aus Kansas-City, das seine Kontrolle aufs platte Land ausweiten will. Fassungslos müssen die beiden Cops Lou Solverson (Patrick Wilson) und Hank Larsson (Ted Danson) mitansehen, wie eine Spirale der Gewalt alles zu verschlingen droht, was den guten Menschen in der schneeumwehten Provinz teuer ist.

Tragisch-komische Verstrickungen

Im Vorspann zum Film von 1996 suggerierten die Coen-Brüder, dass es sich um eine wahre Begebenheit handelt, die ihrer Geschichte zugrunde liegt. Ein Witz, denn die Story war frei erfunden. Das Spiel mit der Alltagsrealität, «ewigen» Themen, Absurditäten, tragisch-komischen Verstrickungen und einer kalt drehenden Schicksalsmaschine wird in der Serie weitergetrieben, und auch das Spektrum an miesen Charakteren wurde ausgedehnt, so dass die Serie längst mehr ist, als bloss die aufgepumpte Version des Filmes.

Wie bereits in Staffel Eins sind es auch in der zweiten Staffel erstklassige Schauspieler und Schauspielerinnen die begeistern. Zu erwähnen sind insbesondere Hollywood-Grössen wie Kirsten Dunst, Patrick Wilson oder Ted Danson. Aber auch Newcomer wie Zahn McClarnon, Jeffrey Donovan oder Rachel Keller empfehlen sich für Grosses. SRF zwei zeigt Staffel zwei von «Fargo» ab dem13. Oktober 2017, jeweils am Freitag ab 23 Uhr.

Sendeplatz

Jeweils freitags in Doppelfolgen ab 23:00 Uhr auf SRF zwei