«7 Angry Indian Godesses» - Frauenpower in Indien

  • Montag, 13. Juni 2016, 14:03 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Montag, 13. Juni 2016, 14:03 Uhr, Radio SRF 3
  • Wiederholung:
    • Samstag, 18. Juni 2016, 12:14 Uhr, Radio SRF 3

«Die glorreichen Sieben» waren unzimperliche Westernhelden, Männer, versteht sich. Die «7 Angry Indian Godesses» sind nun aber moderne Inderinnen, die sich nicht länger von Männern unterdrücken lassen wollen.

So friedlich sind diese Damen nicht immer.
Bildlegende: So friedlich sind diese Damen nicht immer. Filmcoopi

Gleich in der ersten Szene werden wir in die Dreharbeiten eines Bollywood-Films versetzt, wo die Schauspielerin Joanna (Amrit Maghera) vom Regisseur zu hören bekommt, ihre Aufgabe sei es, bloss mit den Hüften zu wackeln. Doch statt brav zu nicken, reagiert Joanna wütend.

So macht Regisseur Pan Nalin von Anfang an klar: «7 Angry Indian Godesses» ist kein traditioneller Bollywood-Film mit männlichem Held. Hier sind sieben junge und moderne Frauen die Heldinnen. Und sie lassen sich von den Männern nicht mehr alles gefallen.

Emanzipation in Goa
Joanna ist eine der Freundinnen, die Frieda (Sarah-Jane Dias) zu sich nach Goa einlädt, um ihre Hochzeit zu feiern. Doch sie will noch nicht verraten, wen sie heiratet. Weil der Film nach und nach die Geschichten der sieben Frauen erzählt, wirkt er etwas episodenhaft und daher mehr wie eine Fernsehserie, eine Soap Opera.

Mir persönlich waren die Schicksale dieser sieben Frauen etwas zu plakativ. Ich denke, das wäre auch im indischen Kino nicht nötig, um ihre Emanzipation zu begründen. Und dass bis auf Laxmi (Rajshri Deshpande) alle wie Fotomodelle aussehen, passt auch nicht so gut zur feministischen Message.

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Autor/in: Reto Baer