«Alice Through the Looking Glass» - Fantastischer Augenschmaus

Es lohnt sich, «Alice Through the Looking Glass» im Original zu sehen, da bei diesem Nonsens-Abenteuer die Übersetzer der Synchronfassung «Alice hinter den Spiegeln» an ihre Grenze kamen.

Mia Wasikowska und Johnny Depp in wahnwitzigen Kostümen.
Bildlegende: Mia Wasikowska und Johnny Depp in wahnwitzigen Kostümen. Walt Disney

Lewis Carrolls «Alice in Wonderland» wurde seit 1865 eines der populärsten Kinderbücher, weil es seit jeher auch Erwachsene angesprochen hat. Die Ironie, der Humor und der Surrealismus der Geschichte sagten auch Hollywoods Oberexzentriker Tim Burton zu.

Er adaptierte das Buch 2010 so erfolgreich, dass der Film weltweit über eine Milliarde Dollar einspielte. Kein Wunder, hat er sich nun auch die Fortsetzung «Through the Looking Glass, and What Alice Found There» von 1871 vorgenommen. Allerdings «nur» als Produzent, die Regie überliess er diesmal James Bobin.

Zeitreise im Wunderland
Herausgekommen ist eine völlig neue Geschichte, in der alle Figuren aus dem ersten Film wieder vorkommen plus die personifizierte Zeit (Sacha Baron Cohen). Mit dem Buch hat das nur noch entfernt etwas zu tun, aber das ist in diesem Fall nicht negativ.

Lewis Carrolls Geist bleibt gewahrt, wenn eine feministische Alice (Mia Wasikowska) in der Zeit zurückreist, um die Familie des verrückten Hutmachers (Johnny Depp) zu retten. «Alice Through the Looking Glass» hat mehr Tempo als der erste Film und ist ein grossartiges visuelles Ereignis.

Trailer Ed / Trailer D / Featurette E

Autor/in: Reto Baer