Auch die Mafia muss sparen

Die Finanzkrise treibt ihr Unwesen und macht nicht einmal vor der Mafia halt. Der neue Film «Killing them Softly» erzählt von Raubüberfällen, Auftragsmördern und Mafia-Bürokratie in Zeiten der Wirtschaftskrise.

Frauenschwarm Brad Pitt mimt in «Killing them softly» den kaltblütigen Mafioso.
Bildlegende: Frauenschwarm Brad Pitt mimt in «Killing them softly» den kaltblütigen Mafioso. Ascot Elite

Jackie Cogan (Brad Pitt) ist der Mann für Probleme jeglicher Art. Jackie ist die Allzweckwaffe der Mafia und lässt Probleme verschwinden. Als zwei Gangster ein illegales Pokerspiel der Mafia ausrauben, wenden sich die Bosse natürlich an Jackie. Sein Auftrag: Die beiden Vollidioten finden und liquidieren.

Als Jackie jedoch realisiert, dass er die beiden Pokerspiel-Räuber kennt, muss ein zusätzlicher Auftragskiller her. Die Wahl fällt auf New York-Mickey (James Gandolfini), einer der Besten seines Faches. Doch schnell wird klar, dass Mickey nicht fähig sein wird den Job zu beenden. Die bevorstehende Trennung von seiner Frau hat in zum psychischen Wrack gemacht. Es bleibt nun doch alles an Jackie hängen...

Politik-Satire
Die dritte Regie-Arbeit des Neuseeländers Andrew Dominik ist nach «The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford» bereits die zweite Zusammenarbeit mit Superstar Brad Pitt. Wieder schlüpft der Schauspieler in eine ihm bisher unbekannte Rolle und brilliert erneut. Aber auch Partner-in-Crime James Gandolfini, besser bekannt als Tony Soprano aus «The Sopranos», liefert  eine ungewöhnliche Performance. Vom respektierten Mafia-Boss zum weinerlichen Auftragskiller Mickey - köstlich! 

Neben den Figuren überzeugt aber vor allem, wie die Mafia-Geschichte mit der Wirtschaftskrise und der politischen Situation in Verbindung gebracht wird. Die Untergrund-Welt vermischt sich mit dem US-Wahlkampf 2008, weshalb der Film wunderbar als Politik-Satire funktioniert und viele Lacher mit sich bringt. Der neue Film von Andrew Dominik und Brad Pitt bietet unterhaltsame und bitterböse Gesellschaftskritik.

Redaktion: Jérôme Brunner