«Die Schwalbe» - Schweizerin im Irak

«Die Schwalbe» schickt eine Schweizerin in den Irak. Der Film ist vieles: ein Roadmovie, ein Drama über den Kulturgraben zwischen Europäern und Kurden und auch eine Love Story. Dass dieser Mix aufgeht, ist Regisseur Mano Khalil zu verdanken.

Ramo (Ismail Zagros) führt Mira (Manon Pfrunder) durchs irakische Kurdistan.
Bildlegende: Ramo (Ismail Zagros) führt Mira (Manon Pfrunder) durchs irakische Kurdistan. Columbus

Die junge Schweizerin Mira (Manon Pfrunder) findet per Zufall heraus, dass ihr kurdischer Vater noch lebt. Deshalb fliegt sie nach Erbil, um ihn zu suchen, auch wenn ihr Freund diese Idee gar nicht gut findet und in Bern bleibt.

In Erbil begegnet sie Ramo (Ismail Zagros), der lange in Deutschland gelebt hat. Als ihr Chauffeur und Dolmetscher kann er Miras Kulturschock zwar etwas mildern, aber er kann nicht verhindern, dass er selber in einen inneren Konflikt gerät.

Stimmig inszeniert
Bei uns ist die Schwalbe vor allem ein Frühlingsbote, bei den Kurden ist sie offenbar ein Symbol fürs Verwurzeltsein in der Heimat. «Jede Schwalbe kehrt in ihr Nest zurück», sagt Ramo im Film. «Ich sehe das etwas anders», erklärt Hauptdarstellerin Manon Pfrunder im Interview mit «Film demnächst». «Vor der Rückkehr muss man erst einmal wegfliegen.» Und genau das tut ihre Figur Mira.

Mano Khalil, der vor drei Jahren den einfühlsamen Dokumentarfilm «Der Imker» gedreht hat, inszeniert «Die Schwalbe» sehr stimmig. Und die Theaterschauspielerin Manon Pfrunder überzeugt in ihrer ersten Kinorolle.

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Autor/in: Reto Baer