In der Zeitschlaufe der Liebe

Richard Curtis hat solche Hit-Komödien wie «Four Weddings and a Funeral», «Notting Hill» oder «Love Actually» geschrieben. Gemeinsam war ihnen nicht nur der Erfolg, sondern auch Hugh Grant in der Hauptrolle. Der fehlt in «About Time», der kaum bekannte Domhnall Gleeson tritt in seine Fussstapfen.

Der Vater (Bill Nighy) erklärt seinem Sohn Tim (Domhnall Gleeson) das Zeitreisen: an einen dunklen Ort gehen, die Fäuste ballen und sich den Zielmoment vorstellen. Voila.
Bildlegende: Der Vater (Bill Nighy) erklärt seinem Sohn Tim (Domhnall Gleeson) das Zeitreisen: an einen dunklen Ort gehen, die Fäuste ballen und sich den Zielmoment vorstellen. Voila. Universal

Wenn der Vater eher verlegen seinem Sohn etwas mitteilen will, dann geht es meist um Aufklärung. In diesem Fall handelt es sich allerdings um eine doch eher spezielle Aufklärung: Der Vater (Bill Nighy) eröffnet seinem Sohn Tim (Domhnall Gleeson) nämlich, er und alle seine männlichen Vorfahren und Nachkommen könnten Zeitreisen. Und er meint das ernst.

Tim erhält bald die Gelegenheit, das Ganze auszuprobieren, und findet es recht praktisch. Denn der junge Mann ist in Liebesdingen eher ungeschickt. Daher reist er mehrfach in die Vergangenheit, um mit immer besserem Werben seine Angebetete Mary (Rachel McAdams) zu erobern.

Zeitreise ohne Sciencefiction
Das führt zu vielen witzigen Szenen, wie sie Richard Curtis scheinbar mühelos aus dem Ärmel schüttelt. Dabei ist das Schreiben und Inszenieren einer guten Komödie hartes Handwerk. Und das hat der 56-jährige Brite wirklich gut drauf.

Wer im Kino gern unterhalten wird, ohne dass irgendwelche Komödianten ständig grimassieren und sonstigen Klamauk aufführen, der ist mit «About Time» bestens bedient. Für diese sciencefictionfreie Zeitreise vergebe ich 5 von 6 Filmbären.

Englischer Trailer                            Deutscher Trailer

Autor/in: Reto Baer