«Interstellar» - Der neue Nolan

Wie in seinen «Batman»-Filmen und «Inception» setzt Christopher Nolan auch in seinem neuen Sciencefiction-Film «Interstellar» auf spektakuläre Bilder. Die Story schlägt aber zu viele Haken und ist mit knapp drei Stunden entsprechend lang.

Cooper (Matthew McConnaughy) und Amelia (Anne Hathaway) wollen die Menschheit retten.
Bildlegende: Cooper (Matthew McConnaughy) und Amelia (Anne Hathaway) wollen die Menschheit retten. Warner Bros.

Der Film beginnt mit einem Endzeitszenario und dem alleinerziehenden Farmer Cooper (Matthew McConnaughy). Diverse Gemüse und Getreide gehen chronisch kaputt. Nur Mais scheint der regelmässig wiederkehrenden Staubwolke standzuhalten.

Dann wechselt der Fokus des Films zu einer geheimen NASA-Station, wo die Wissenschaftler verzweifelt nach einem Planeten suchen, der den Menschen Exil bieten könnte. Und schon bald startet der Ex-Astronaut Cooper ins Weltall.

Existenzielles Weltraum-Abenteuer
Ein Wurmloch beim Saturn ermöglicht dem Raumschiff eine Reise in ein anderes Sonnensystem. Und natürlich erleben Cooper und seine Crew zahlreiche Abenteuer. Fans anspruchsvoller Sciencefiction-Filme kommen sicher auf ihre Rechnung.

Denn es geht weniger um Action, sondern mehr um Existenzielles und die Dimension Zeit. An einem Punkt im Film verwandelt sich die Zeit in einen dreidimensionalen Raum. Das sorgt für tolle Effekte und die beste Überraschung des Films.

Atemraubende Effekte
Dennoch überzeugen die 169 Filmminuten nicht restlos, weil Nolan die Handlung teils unnötig ausufern lässt. Zudem wirkt das Endzeit-Szenario zu Beginn zu vage, und die Geschichte zwischen Cooper und seiner Tochter gleitet irgendwann ins Sentimentale ab.

Die Abenteuer im Weltraum, die den grössten Teil des Films ausmachen, bestechen allerdings weitgehend. Die Bilder und Effekte sind top. Auch der Roboter, bei dem man den Grad an Humor und Ehrlichkeit einstellen kann, macht Spass.

Trailer D / Trailer E / Making of E

Autor/in: Reto Baer