«Mad Max: Fury Road» - Feuer und Sand

Die alten Helden dürfen nicht ruhen. Nach Rocky und dem Terminator wird nun auch Mad Max revitalisiert. George Miller führt zum vierten Mal Regie und lässt den wortkargen Helden in «Mad Max: Fury Road» Krieg gegen durchgeknallte Bösewichte führen.

Mad Max (Tom Hardy) in der Klemme.
Bildlegende: Mad Max (Tom Hardy) in der Klemme. Warner Bros.

Seit dem dritten Mad-Max-Film mit Mel Gibson sind volle 30 Jahre vergangen. Da muss man den apokalyptischen Helden, der nun von Tom Hardy verkörpert wird, schon besonders cool einführen. Regisseur George Miller entschied sich dafür, ihn beim Pinkeln zu zeigen. Gleichzeitig stampft Max eine zweiköpfige Echse tot und isst sie. Voila!

Gleich darauf bricht die Hölle los. Irgendwelche Verrückte verfolgen ihn in Fahrzeugen, die ebenso aufgetakelt sind wie seines, und nehmen ihn gefangen. Der Zufall will es, dass die abtrünnige Furiosa (Charlize Theron) mit einigen Frauen aus dem Lager von Imortan Joe (Hugh Keays-Byrne) abhaut und Max sich ihnen anschliessen kann.

Zwischen lächerlich und grandios
Der Rest der Handlung ist eine einzige Verfolgungsjagd. So dünn die Story auch ist, so fett ist das Spektakel. Die Bilder sind, gelinde gesagt, obergeil. Keiner inszeniert Action und Explosionen so packend wie George Miller. Wen interessiert es da, dass irgendwann Feuer und Sand die Hauptdarsteller sind?

Auch die abgefahrenen Kostüme und Masken verlieren nach den ersten zehn Minuten ihre Lächerlichkeit und wirken in ihrer Überstilisierung nur noch grandios. Aber Achtung: Wer keinen Zugang mehr zu seinem inneren Knirps hat, der kann sich das Geld für dieses Kinoticket sparen. 4 von 6 Filmbären.

Trailer E / Trailer D

Autor/in: Reto Baer