«Magic in the Moonlight» - Der neue Woody Allen

Woody Allen zelebriert in «Magic in the Moonlight» eigene Interessen: die Zauberei und die 1920er Jahre in Frankreich. So gelingt ihm zwar eine ganz nette Komödie, aber kein magischer Kino-Moment.

Stanley (Colin Firth) verguckt sich ausgerechnet in Sophie (Emma Stone), das Medium, das er als Schwindlerin entlarven soll.
Bildlegende: Stanley (Colin Firth) verguckt sich ausgerechnet in Sophie (Emma Stone), das Medium, das er als Schwindlerin entlarven soll. Frenetic

Stanley (Colin Firth), der in Variétés als chinesischer Zauberer Wei Ling Soo auftritt, soll an der Côte d'Azur das Medium Sophie (Emma Stone) als Betrügerin entlarven. Und es kommt, wie es in einem Woody-Allen-Film kommen muss: Der englische Gentleman verliebt sich in die charmante Amerikanerin.

So weit voraussehbar, aber Woody Allens Dialogwitz macht wie immer Spass. Und dass so eine lockere Komödie weniger unter die Haut geht als ein Drama wie «Blue Jasmine» überrascht im Grunde nicht. Trotzdem: «Magic in the Moonlight» wirkt etwas blutleer.

Keine Magie im Kinosaal
Das Knistern zwischen den beiden Hauptfiguren können Colin Firth und Emma Stone nicht nachvollziehbar machen. Zwischen den beiden Stars springt der Funke nie. Mit anderen Worten: Da wird etwas behauptet statt gezeigt.

Die Magie, die im Filmtitel proklamiert wird, entsteht im Kinosaal nicht. Dazu hätte es mehr bedurft als ein solides Drehbuch und ein solides Schauspiel-Ensemble. Dennoch ist der Film recht unterhaltend und überrascht mit einer guten Schlusspointe. 4 von 6 Filmbären.

Trailer

Autor/in: Reto Baer