«Neuland» - Ankommen in der Schweiz

Anna Thommen zeigt in ihrem mehrfach ausgezeichneten Dok-Film «Neuland» jugendliche Ausländer, die mehrheitlich unfreiwillig ihr Heimatland verlassen haben und nun in der Schweiz ein neues Leben aufzubauen versuchen.

Der Afghane Hamidullah Hashimi (links) hilft seinem Freund und Landsmann Ehsanullah Habibi.
Bildlegende: Der Afghane Hamidullah Hashimi (links) hilft seinem Freund und Landsmann Ehsanullah Habibi. Filmcoopi

Wie sich die fremden Jugendlichen in der Integrations- und Berufswahlklasse in Basel fühlen, kann man sich nur vorstellen, wenn man sich ausmalt, man müsste selber die Schweiz verlassen. Sei es eine Flucht vor dem Krieg, sei es ein den Eltern ins Ausland Nachfolgen, beides ist schwierig.

In der Schweiz angekommen müssen die jungen Leute zuerst Deutsch lernen und sich mit den Gepflogenheiten der neuen «Heimat» auseinandersetzen. Der Lehrer Christian Zingg hilft ihnen dabei mit Engagement und viel Herzblut.

Vorurteile abbauen
So alltäglich, ja fast banal diese Ausgangslage auch ist, so sehr geht der Film doch unter die Haut. Regisseurin Anna Thommen hat es nämlich geschafft, das Vertrauen einiger Schülerinnen und Schüler zu gewinnen und hautnah bei ihrer Lehrstellensuche dabei zu sein.

Wenn der Afghane Ehsanullah Habibi fast die Schule abbricht, geht einem das ebenso nahe wie, wenn man die Albanerin Nazlije Aliji mit echtem Mitgefühl in der Altenpflege arbeiten sieht. Solche Bilder können Vorurteile gegenüber Ausländern abbauen.

«Neuland» wurde am Zurich Film Festival zurecht als bester deutschsprachiger Dokumentarfilm ausgezeichnet und gewann unter anderem auch den Publikumspreis an den Solothurner Filmtagen. 5 von 6 Filmbären.

Trailer

Autor/in: Reto Baer