«Noah» - Enttäuschende Neuinterpretation

Darren Aronofsky hat in «Black Swan» den Ballett-Klassiker «Schwanensee» schön düster ins Heute geholt. Aber seine 3D-Version von «Noah» ist bloss ein Monumentalepos ohne Klasse, aber mit viel Pathos und Computeranimation.

Russell Crowe und Jennifer Connelly als Noah und seine Frau Naameh.
Bildlegende: Russell Crowe und Jennifer Connelly als Noah und seine Frau Naameh. Universal

Gefallene Engel, die wie die Steinfresser aus «Die unendliche Geschichte» aussehen, helfen Noah und seiner Familie, die Arche zu bauen. Gemeinsam halten sie auch die verzweifelten Menschen auf, die im letzten Moment versuchen, an Bord zu gelangen.

Zusammen mit Ari Handel hat Darren Aronofsky die Geschichte der Arche Noah fürs heutige Kinopublikum so umgeschrieben, dass «Noah» nun wie die 3D-Verfilmung eines Fantasy-Comics daher kommt. Coole Idee, schlechte Ausführung.

Arche Noah für die Füchse
Bietet «Noah» viele Spezialeffekte? Ja, aber alle sind digital und nicht immer über jeden Zweifel erhaben. Bietet «Noah» Stars? Ja, aber die Hauptdarsteller Russell Crowe und Jennifer Connelly erstarren in übertriebenem Pathos. Und Anthony Hopkins wirkt als Methusalem wie eine Witzfigur.

Es hat zwar einen gewissen Reiz, wenn Darren Aronofsky versucht, das Unerklärliche zu erklären, aber dass es 134 Minuten dauern muss, ist dann doch eher quälend. Und das 3D ist wie so oft bei Filmen mit Schauspielern völlig für die Füchse. 2 von 6 Filmbären.


Trailer E / Trailer D

Autor/in: Reto Baer