«Sing Street» - Aufreissen in den 80s

Wie kriegte man in den 80er Jahren ein Girl rum? Laut «Sing Street», indem man die Angebetete fürs Musikvideo der eigenen Band castete. Nach seinem oscarprämierten Überraschungserfolg «Once» und «Can a Song Save Your Life?» bietet Regisseur und Autor John Carney erneut einen erstklassigen Musikfilm.

Conor (Ferdia Walsh-Peelo, 2.v.r.) gründet mit Kumpels eine Band.
Bildlegende: Conor (Ferdia Walsh-Peelo, 2.v.r.) gründet mit Kumpels eine Band. Ascot Elite

Gleich zu Beginn schaut der 15-jährige Conor «Top of the Pops» im Fernsehen, als gerade das Video zu Duran Durans Hit «Rio» ausgestrahlt wird. Danach färbt er seine Haare und schminkt sich, was in seiner katholischen Schule nicht besonders gut ankommt. Aber die hübsche Raphina, die ein Jahr älter ist, zeigt sich beeindruckt.

Um sie als Freundin zu gewinnen, lädt Conor Raphina ein, im Musikvideo seiner Band mitzuspielen. Das Problem ist nur, er hat gar keine Band und kann auch kein Instrument spielen. Also gründet er mit einigen Kumpels die Band Sing Street und wird deren Sänger.

Jung sein in Dublin 1985
Das hat auch den angenehmen Nebeneffekt, dass er an der Dubliner Synge Street School von den anderen Jugendlichen endlich ernstgenommen wird. Regisseur und Autor John Carney erklärt, er habe alles in den Film gepackt, was er als Teenager gerne gemacht hätte, sich aber nicht traute.

Das Resultat ist ein herzerwärmender Film, der sowohl Sozialdrama als auch Coming-of-age-Geschichte ist. Die unverbrauchten Jungdarsteller überzeugen durchs Band. Und die Musik aus den Eighties macht Spass. Deshalb ist «Sing Street» ein Muss.

Trailer Ed / Featurette E / Interview John Carney E

Autor/in: Reto Baer