«Sitting Next to Zoe» - Mädchenfreundschaft

«Sitting Next Next to Zoe» erzählt eine Pubertätsgeschichte zweier Freundinnen und tut dies nicht sonderlich inspiriert. Trotzdem hat der Film an einigen Festivals Preise eingeheimst, etwa den Publikumspreis der Solothurner Filmtage.

Asal (Lea Bloch, links) sitzt neben Zoe (Runa Greiner).
Bildlegende: Asal (Lea Bloch, links) sitzt neben Zoe (Runa Greiner). Vinca

Wie die meisten neuen Schweizer Filme hat auch «Sitting Next Next to Zoe» aus verleihtechnischen Gründen einen englischen Titel. Immerhin wird darin neben Dialekt, Hochdeutsch und Türkisch tatsächlich auch Englisch gesprochen. Der Hintergrund der Filmfiguren ist halt multikulti.

Zoes (Runa Greiner) Vater (Roeland Wiesnekker) ist Schweizer (heisst aber Uwe), ihre Mutter (Bettina Stucky) ist Deutsche. Ihre beste Freundin Asal (Lea Bloch) hat türkische Eltern. Und der knackige Neuankömmling Kai (Charlie Gustafsson) kommt frisch aus Schweden, weshalb mit ihm Englisch gesprochen werden muss.

Zwei ungleiche Teenie-Girls
Die Mädchen interessieren sich beide für Kai. Und doch sind sie ganz verschieden: Asal will ans Gymnasium, Zoe träumt davon, Maskenbildnerin zu werden. Asal ist schlank und gehorcht ihren Eltern, Zoe ist mollig und rebelliert. Am Übergang ins Erwachsenenleben fürchten beide, dass sich ihre Wege trennen werden.

Das Lebensgefühl der Teenies wird zwar gut vermittelt, aber die konstruierte Story ist nicht sonderlich originell, das hat man ähnlich und schon besser gesehen. Ausserdem wirkt die Bildbearbeitung (Rotstich und verblasst wie bei alten Polaroidfotos) geschmäcklerisch. 3 von 6 Filmbären.

Trailer

Autor/in: Reto Baer