«Super-Hypochonder» - Kindischer Komiker

Dany Boon hat als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller die Briefträger-Komödie «Bienvenue chez les Ch'tis» und den Zöllner-Klamauk «Rien à déclarer» zu internationalen Hits gemacht. «Supercondriaque», der bei uns als «Super-Hypochonder» läuft, hat aber nicht mehr annähernd so viel Potential.

Als Hypochonder hat Romain (Dany Boon, rechts) eine innige Beziehung zu seinem Hausarzt (Kad Merad).
Bildlegende: Als Hypochonder hat Romain (Dany Boon, rechts) eine innige Beziehung zu seinem Hausarzt (Kad Merad). Pathé Films

Molières «Der eingebildete Kranke» ist ein urfranzösischer Stoff. Doch Dany Boon bedient sich nicht bei dem Klassiker, sondern hat eine eigene Geschichte geschrieben. Leider, ist man versucht zu sagen, denn «Super-Hypochonder» ist super dämlich.

Am Anfang, wenn Boon den Hypochonder Romain spielt, ist das noch ganz nett, obwohl natürlich alles überdreht und völlig unrealistisch ist. Romain nervt seinen Hausarzt (Kad Merad, Boons Partner aus «Bienvenue chez les Ch'tis») so richtig schön.

Doofe Gags
Aber mit dem Wandel zu einer Spionagefilm-Parodie stürzt «Super-Hypochonder» in der zweiten Hälfte völlig ab. Statt witzig, sind die Gags nur noch doof. Und hinterher ist man von der schrillen Geschichte so genervt, dass man plötzlich auch den ersten Teil des Films daneben findet.

Zumindest mir ist es im Kino so ergangen. Ich mochte «Rien à déclarer» gerade wegen seines kindlichen Humors, der an «Dick und doof» erinnerte. Aber der Humor von «Super-Hypochonder» ist nicht kindlich, sondern kindisch. 2 von 6 Filmbären.

Trailer F / Trailer D

Autor/in: Reto Baer