«Tatort - Freitod» - Ermordete Sterbebegleiterin

Sabine Boss, Regisseurin von «Der Goalie bin ig», hat den elften Schweizer «Tatort» unter dem Titel «Freitod» stimmig inszeniert. Es geht um die kontroversen Themen Sterbehilfe und Sterbetourismus.

Die Kommissare Ritschard (Delia Mayer) und Flückiger (Stefan Gubser) ermitteln.
Bildlegende: Die Kommissare Ritschard (Delia Mayer) und Flückiger (Stefan Gubser) ermitteln. SRF

Als der Sarg einer Deutschen, die zum Sterben in die Schweiz kam, aus der Wohnung der Organisation Transitus getragen wird, protestieren Mitglieder von Pro Vita gegen die Sterbebegleiter.

Wenig später wird eine Sterbebegleiterin ermordet aufgefunden. Da ist Josef Thommen (Martin Rapold), der windige Leiter von Pro Vita, natürlich die erste Verhöradresse der Kommissare Reto Flückiger (Stefan Gubser) und Liz Ritschard (Delia Mayer).

Kontroverses Thema
Aber auch Martin Aichinger (Martin Butzke), der verwirrte Sohn der verstorbenen Deutschen, wird von der Polizei gesucht. Denn er hat seine Schwester und die Sterbebegleiter bedroht und behauptet, seine Mutter sei sich nicht freiwillig zum Sterben in die Schweiz gereist.

Gute Schauspieler und Sabine Boss‘ stimmige Inszenierung machen diesen «Tatort» sehenswert, auch wenn die Sterbehilfe-Gegner etwas überzeichnet wirken. Action gibt es allerdings keine, dafür ein kontroverses Thema.

«Tatort» am 18. 9. 2016 auf SRF 1 um 20.05 Uhr

Autor/in: Reto Baer