«The Man from U.N.C.L.E.» - Agenten im Sixties-Look

«The Man from U.N.C.L.E.» war in den 60er Jahren in den USA eine sehr erfolgreiche TV-Serie, von der parallel auch acht Kinofilme produziert wurden. Ein halbes Jahrhundert später wagt Guy Richie, der Regisseur, der «Sherlock Holmes» modernisierte, nun einen Neustart im Kino.

Die Deutsche Gaby (Alicia Vikander), der Russe Illya (Armie Hammer) und der Amerikaner Napoleon (Henry Cavill) in Rom.
Bildlegende: Die Deutsche Gaby (Alicia Vikander), der Russe Illya (Armie Hammer) und der Amerikaner Napoleon (Henry Cavill) in Rom. Warner Bros.

1963, Checkpoint Charlie. Der amerikanische Geheimagent Napoleon Solo (Henry Cavill) fährt nach Ostberlin, um die Automechanikerin Gaby (Alicia Vikander) in den Westen zu holen. Das will der russische Agent Illya Kuryakin (Armie Hammer) jedoch verhindern.

Wenig später erfahren die beiden Männer, dass sie zusammenspannen sollen, um Gabys Vater, einen Wissenschaftler, aufzuspüren. Kuryakin soll ausserdem Gabys Verlobten mimen. Diese Konstellation sorgt für den Humor-Teppich des nostalgischen Thrillers.

Die gute alte Atombombe
So machen die beiden Agenten immer wieder Alleingänge, nur um sich wieder über den Weg zu laufen. Zudem will jeder der bessere Spion sein als der andere. Dazwischen die schöne Gaby, die den Puls der Männer ebenso in die Höhe treibt wie die Gaunerin (Elizabeth Debicki), der eine Atombombe in die Hände gefallen ist.

Als Nostalgie-Trip funktioniert «The Man from U.N.C.L.E.» bestens, als Action-Komödie weniger. Denn die Actionszenen wirken selten neu, und die Ironie ist zwar ganz nett, zündet aber nicht wirklich. Wer auf Sixties-Look steht, sollte sich den Film trotzdem nicht entgehen lassen. 4 von 6 Filmbären.

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Autor/in: Reto Baer