«Two Faces of January» - Edler Retro-Thriller

Der wunderschön gefilmte Thriller «Two Faces of January» bietet das Kontrastprogramm zum sommerlichen Effekte-Kino. Viggo Mortensen, Kirsten Dunst und Oscar Isaac bringen die Leinwand zum Knistern.

Glanzvolles Trio: Viggo Mortensen (links), Oscar Isaac und Kirsten Dunst.
Bildlegende: Glanzvolles Trio: Viggo Mortensen (links), Oscar Isaac und Kirsten Dunst. Impuls

Athen, 1962. Der junge Amerikaner Rydall (Oscar Isaac) jobbt als Fremdenführer und haut die Touristen schamlos übers Ohr. Eines Tages trifft er das elegante Ehepaar Colette (Kirsten Dunst) und Chester MacFarland (Viggo Mortensen).

Er ist sofort fasziniert von den beiden, da sie sein Ziel verkörpern: Er will ebenso reich werden wie Chester und eine ebenso schöne Frau wie Colette erobern. Doch zu Beginn ahnt er noch nicht, dass Chester ein noch viel grösseres Schlitzohr als er selber ist. Einige Gläubiger setzen gar einen Detektiv auf Chester an.

Wer betrügt wen?
Zuerst ist Rydal nur Fremdenführer, dann plötzlich Fluchthelfer des Paars. Er schlittert da hinein. Als ihm bewusst wird, worauf er sich eingelassen hat, ist es schon zu spät. Und alles nur, weil er sich zu Colette hingezogen fühlt.

Hossein Amini, der unter anderem das Drehbuch zum Kultfilm «Drive» (2011) geschrieben hat, legt mit dieser Patricia-Highsmith-Verfilmung ein äusserst stilvolles Regiedebüt vor. Er zieht die Spannungsschraube kontinuierlich an, ohne dass ein einziger Schuss fällt. 5 von 6 Filmbären.

Trailer E / Trailer D

Autor/in: Reto Baer