Andreas Wilhelm: «Ich rieche auf eine fast perverse Art.»

Er hat über 10000 Duftnuancen im Kopf abgespeichert, kann die Haarfarbe von Menschen anhand des Geruchs erraten, und riecht am liebsten seine Kinder: Andreas Wilhelm ist Parfumeur, Duftkünstler und Vater aus Zürich.

Andreas Wilhelm
Bildlegende: Andreas Wilhelm PD

«Darf ich Mal riechen?» - egal ob alte Bücher, exotische Blumen oder stinkende Komposthaufen. Wo Andreas Wilhelm auftaucht, steckt er seine Nase rein. Er sitzt im Tram gerne hinter Menschen, die komisch riechen. Und er hat es mit seinem eigenen Schweiss-Geruch in die Flasche eines Süssgetränks geschafft.

Wieso man teures Geld bezahlt für den Duft vom Erbrochenen eines Wals, wieso es nur wenige weibliche Parfumeure gibt - und wie es kam, dass er, der als Punk aufgewachsen ist zwischen Autobahnausfahrt und Kehrrichtverbrennung, heute als Parfumeur edle Düfte für Scheichs kreiert, erzählt der Zürcher «Grenouille» im Focus bei Kathrin Hönegger.

Moderation: Kathrin Hönegger, Redaktion: Kathrin Hönegger