Asia Andrzejka Naveen: «Ich habe achtmal geheiratet – für die Kunst»

Sie hat kein Zuhause. Lebt aus einem einzigen Koffer. Und hat mit 32 Jahren bereits acht Ehen geschlossen: Das «enfant terrible» der Schweizer Kunstszene heisst Asia Andrzejka Naveen und betreibt Kunst am eigenen Leben und Körper.

Asia Andrzejka Naveen.
Bildlegende: Asia Andrzejka Naveen. PD

Seit Kindsbeinen reist die gebürtige Winterthurerin heimatlos von Kontinent zu Kontinent, auf der Suche nach dem «Wahnsinn des Lebens», den sie sich antut, um daraus Kunst zu entwerfen. Dafür lebte sie in Asylzentren oder campierte auf indonesischen Vulkaninseln.

Woher kommt jemand, der nirgends zuhause sein will? Asia Andrzejka Naveen wuchs als Kind einer Borderline-Mutter auf, das Wort Beziehung war ihr als Kind ein fremdes, als Erwachsene lotet sie damit ihre Kunstprojekte aus. Von der Transgender-Hochzeit in Indien bis zur Vermählung auf Zeit im Iran.

Was ist dieser Frau heilig? Wer glaubt da noch an Liebe? Und: wie überlebt die unangepasste Künstlerin in einer Gesellschaft, die ständig nach Angepasstheit verlangt? Das Focus- Gespräch mit Asia Andrzejka Naveen über Verzicht und Wahnsinn.

Moderation: Kathrin Hönegger, Redaktion: Kathrin Hönegger