Bei Kinderwunsch nicht mehr ins Ausland?

Hunderte von Frauen aus der Schweiz reisen jedes Jahr nach Spanien oder Osteuropa, um sich dort die Eizelle einer fremden Frau einpflanzen zu lassen. Soll die sogenannte Eizellenspende jetzt auch in der Schweiz erlaubt werden oder geht das zu weit?

Blick in eine Frauenklinik: So wird eine befruchtete Eizelle in eine Pailette gezogen.
Bildlegende: Blick in eine Frauenklinik: So wird eine befruchtete Eizelle in eine Pailette gezogen. Keystone

Samen zu spenden ist in der Schweiz erlaubt. Jetzt soll auch das Verbot der Eizellenspende fallen. Überraschend deutlich hat die zuständige Kommission des Nationalrats letzte Woche Ja dazu gesagt.

Mit dieser Entscheidung ist die nächste Debatte zur boomenden Fortpflanzungsmedizin lanciert. Wie weit darf der Mensch eingreifen bei der Entstehung des Lebens?

Ist es sinnvoll, wenn Paare mit grossem Kinderwunsch künftig nicht mehr ins Ausland reisen müssen? Sie könnten damit teilweise mittelmässige Kliniken umgehen. Aber wer spendet die Eizellen? Und kommt nach der Zulassung der Eizellenspende schon bald der Handel mit Embryonen und mit Müttern, die für andere die Kinder austragen?

Gäste im Forum sind:

  • Bruno Imthurn, Fortpflanzungsmediziner am Universitätsspital Zürich
  • Frau Gärtner (Pseudonym), die im Februar bereits zum dritten Mal nach Spanien reist, um sich eine Eizelle einer anderen Frau einpflanzen zu lassen
  • Ruth Baumann-Hölzle, Leiterin des Instituts für Ethik im Gesundheitswesen

Moderation: Christian von Burg, Redaktion: Christian von Burg