Im Klassenzimmer der Zukunft

Die Schüler im Kanton Luzern lernen bis anhin anders rechnen, schreiben und lesen als die Kinder im Kanton Graubünden. Beinahe jeder Kanton hat seinen eigenen Lehrplan. Das wird sich ändern: In Zukunft gibt es einen einzigen Lehrplan für alle 21 Deutschschweizer Kantone.

Das Gymnasium Payerne erhielt 2005 die modernsten Klassenzimmer mit Uniboard-Infrastruktur, elektronischer Wandtafel und Computer.
Bildlegende: Das Gymnasium Payerne erhielt 2005 die modernsten Klassenzimmer mit Uniboard-Infrastruktur, elektronischer Wandtafel und Computer. Keystone

Im Sommer wurde dieser «Lehrplan 21» der Öffentlichkeit präsentiert, momentan läuft die Vernehmlassung.

Markenzeichen des neuen Lehrplanes ist die Orientierung an Kompetenzen: Die Schüler müssen den Schulstoff nicht nur behandeln, sie müssen ihn auch anwenden können. Sie sollen nicht bloss Fakten büffeln, sondern das Wissen im Alltag auch umsetzen können.

Kritiker befürchten eine Überforderung von Schülern und Lehrern, schwache Kinder würden demotiviert. Ausserdem sei es schwierig zu überprüfen, ob die geforderten Kompetenzen erreicht seien oder nicht. Befürworter hingegen sehen im neuen Lehrplan eine logische Weiterentwicklung der Schule und begrüssen die Harmonisierung unter den Kantonen.

Wie werden unsere Kinder in Zukunft unterrichtet? Braucht es den «Superlehrer»? Die Sendung «Forum» diskutiert mit Fachleuten und der SRF Hörerschaft.

Gäste:

  • Hanspeter Amstutz, pensionierter Lehrer
  • Francesca Moser, Co-Projektleiterin «Lehrplan 21»
  • Martin Schäfer, Rektor PH Bern

Moderation: Simone Hulliger, Redaktion: Simone Hulliger