Kruzifix und Halbmond

Auch Christen sollen künftig diskreter auftreten und ihre religiösen Symbole nicht allzu offensiv präsentieren. Das verlangt ein neuer Verfassungsartikel, der zurzeit diskutiert wird. Ist es bald vorbei mit neuen Gipfelkreuzen?

Gipfelkreuz auf Berg.
Bildlegende: Die Freidenker-Vereinigung fordert keine weiteren Gipfelkreuze auf den Bergen. Keystone

Die Frage, wie präsent religiöse Symbole im öffentlichen Raum sein dürfen, bleibt virulent. Liberale Kreise wollen das Minarettverbot wieder aus der Verfassung streichen und dafür einen Toleranzartikel verankern. Alle Glaubensgemeinschaften in der Schweiz sollen künftig zurückhaltender agieren.

Was aber heisst das genau? Die Freidenker-Vereinigung fordert: Kein Kruzifix mehr in den Schulzimmern! Keine weiteren Gipfelkreuze auf den Bergen! Kirchlichen Kreisen geht das zu weit. Für sie gehören Kapellen, Kruzifix und Gipfelkreuze zur abendländischen Kultur.

Wo liegen die Grenzen zur störenden religiösen Propaganda? Kann ein Toleranzartikel diese Fragen wirklich klären?

Gäste im Forum sind:

  •  Pater Lorenz Moser vom Kloster Einsiedeln
  • Valentin Abgottspon, Vize-Präsident der Schweizer Freidenker-Vereinigung
  • Andreas Tunger-Zanetti, Religionswissenschafter an der UNI Luzern

Moderation: Christian von Burg, Redaktion: Christian von Burg