Risikoreisen: Wer trägt die Verantwortung?

Wir Schweizerinnen und Schweizer sind ein reiselustiges Volk. Ob Pauschal- oder Individualreisen, uns zieht‘s hinaus in die weite Welt. Doch dort können auch Gefahren lauern. Wie weit geht die Eigenverantwortung der Reisenden? Und wo übernimmt der Staat?

Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Oliver Beccarelli (rechts) hat am eigenen Leib erfahren, wie wahr diese Gedichtzeile von Matthias Claudius ist.
Bildlegende: Wenn jemand eine Reise tut, dann kann er was erzählen. Oliver Beccarelli (rechts) hat am eigenen Leib erfahren, wie wahr diese Gedichtzeile von Matthias Claudius ist. zvg

Wer sich wissentlich in Gebiete wagt, vor denen das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA warnt, lädt, falls etwas passiert, den Volkszorn auf sich. Selber schuld, heisst es dann. Wer campiert schon in Indien? Wer fährt heute noch durch die Sahara? Was hat man als Tourist in den Favelas von Rio de Janeiro verloren?

Was früher als abenteuerlustig und weltoffen galt, wird heute zunehmend als unverantwortlich und egoistisch bewertet.

Haben die Risiken beim Reisen zugenommen? Ist unser Sicherheitsbedürfnis - auch beim Reisen - gestiegen? Wer übernimmt die Kosten bei einer Rettung?

Forum diskutiert mit Gästen

  • Esther Leupp, Leiterin Reisehinweise Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten EDA
  • Oliver Beccarelli, Abenteuerreisender
  • Christian Laesser, Professor für Tourismus, Uni St. Gallen

 

 

Redaktion: Christine Hubacher