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Gadgets für KIM Wenn die digitale Mutter über uns wacht

Sie sorgt für unsere Sicherheit, Gesundheit und unser Wohl. Sie weiss dabei immer, was uns fehlt, ohne danach fragen zu müssen. Wie eine richtige Mutter eben. So zumindest das Versprechen des Herstellers von «Mother», der digitalen Aufpasserin für das vernetzte Heim.

Das Mother-Gerät steht auf einem Raumtrenner in einem Büro.
Legende: Ob Zähneputzen oder Gefrierschrank: Nichts entgeht den wachsamen Sensoren der «Mother». sen.se

«Mother» ist unheimlich: die digitale Mutter, die über unseren Haushalt und ihre Bewohner wachen will. Daran ändert auch ihr niedliches Design, das wohl Absicht ist, nichts. Denn auch wenn die ganz in weiss gehaltene «Mother» einer harmlosen Matroschka ähnelt, erinnern uns ihre leuchtenden Augen immer daran, dass uns das Gerät beobachtet. Trotzdem hoffen die Entwickler aus Frankreich, dass schon bald viele dieser digitalen Mütter in unseren Haushalten stehen und über uns wachen.

Ein Sensor – viele Möglichkeiten

Drei Mothern-Sensoren liegen auf dem Tisch
Legende: Klein und unauffällig: Die Sensoren sollen bis zu zehn Tage lang Daten sammeln können. Gadgets für KIM/SRF

Damit «Mother» ihr Aufgabe wahrnehmen kann, kommuniziert sie per Funk mit unauffälligen, batteriebetriebenen Sensoren. Sie messen Bewegungen oder Temperatur und können fast überall untergebracht werden. An der Zahnbürste angebracht kann ein Sensor zum Beispiel festzustellen, ob die Kinder auch tatsächlich die Zähne putzen. Ein Sensor beim Tiefkühlfach schlägt Alarm, wenn es zu lange offen steht.

Alle Fäden in einer Hand

Guido Berger und Lucius Müller zeigen das Mother-Gerät.
Legende: KIM, die Künstliche Intelligenz Maschine macht Bekanntschaft mit Mother. Gadgets für KIM/SRF

Die Basis-Station ist das Herzstück des «Mother»-Systems. Per Funk ist sie mit den Sensoren verbunden, die im Haus verteilt sind. So «fühlt» die Mutter tatsächlich, was in ihren vier Wänden vor sich geht. Per Internet gibt die Basis-Station ihre gesammelten Daten an seine Besitzer weiter.

Auf einer App oder im Internet-Browser lassen sich die Daten dann statistisch auswerten und grafisch darstellen. In speziellen Fällen, zum Beispiel wenn mitten in der Nacht die Haustür aufgeht, schlägt Mami Alarm – mit einer SMS- oder E-Mail-Nachricht oder sogar einem Anruf auf dem Handy.

Noch kann die digitale Mutter erst im Internet vorbestellt werden. Man darf gespannt sein, ob sich tatsächlich eine Kundschaft findet, die sich von einem solchen Gadget bemuttern lassen will.

Legende: Video Unter Strom abspielen. Laufzeit 4:44 Minuten.
Aus SRF Gadgets vom 12.05.2014.

Gadgets & SRF 3

Einen Beitrag über «Mother» hören sie am Dienstag Vorabend auf SRF 3. Zu sehen ist sie in der ersten Folge der Webserie Gadgets für KIM.

2 Kommentare

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