Italien - Die letzten Cowboys der Toscana

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Italien ist bekannt für Strände, Pizze und Paläste, aber kaum für seine Cowboys. Und doch hüten Rinderhirten in der Maremma zu Pferde exotisch anmutende Rinderherden, die einst von Piraten eingeführt wurden. Die Region Maremma liegt in der Toskana, am Tyrrhenisches Meer - der Wilde Westen Italiens.

Vor etwa 2000 Jahren legten die Römer erstmals Schwemmland im Mündungsgebiet des Obrone trocken - in der Maremma. Dann kamen «Barbaren», Piraten aus Nordafrika. Sie versteckten ihre Beute in den Karsthöhlen an der Küste und brachten exotische Rinder mit. Diese werden seit dem Mittelalter von Butteri gehütet, den italienischen Rinderhirten. Einer davon ist Stefano Pavin, er reitet als Chef-Buttero auf einem Biohof.

Wenn Stefano, Sandro und Kollegen morgens um sieben Uhr ihre Pferde besteigen, lebt ein Stück Wildwestromantik auf, die man sonst nur von den Prärien Amerikas kennt. Schon ihre Sättel erinnern an die Vorbilder aus Texas oder Wyoming. Sie tragen breitkrempige Hüte gegen die Sonne und Lassos am Sattelknauf. Doch ihr Arbeitsplatz ist nicht die Southfork Ranch, sondern die Azienda Alberese, zehn Kilometer südlich von Grosseto in der Toskana.

360° - GEO Reportage durfte die Cowboys der Maremma auf ihren Ritten begleiten.