Den richtigen Mister gewählt? Promis sind geteilter Meinung

Der neu gewählte Mister Schweiz Sandro Cavegn hatte am Samstag allen Grund zum Jubeln. Bei den prominenten Zuschauern war die Stimmung nach der Wahlnacht etwas verhaltener.

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Sandro Cavegn über die Vorwürfe

1:09 min, vom 26.8.2012

Als am Samstagabend in der Maag Eventhall in Zürich nur noch zwei Kandidaten auf der Bühne standen, war die Spannung im Saal gross. Wird Dario Hold der nue Mister Schweiz oder Sandro Cavegn? Letzterer Entschied das Rennen schliesslich für sich.

« Uns wurde der Auftrag erteilt, auf Stimmenfang zu gehen »

Ob dafür auch die zuvor lancierte Werbekampagne verantwortlich war? Sandro Cavegn arbeitet als stellvertretender Geschäftsführer eines Pizzakurierbetriebs – und dort wurde fleissig Werbung für den Beau betrieben. In einem Wettbewerb konnte man, sofern man für Sandro votete, sogar Preise im Wert von 20'000 Franken gewinnen.

Zu den Vorwürfen, er habe sich den Titel erkauft, erklärt der St. Galler gegenüber glanz & gloria: «Das ist einfach nicht wahr!» Dieser Wettbewerb sei völlig legitim gewesen, «schliesslich wurde uns von der Mister-Schweiz-Organisation der Auftrag erteilt, auf Stimmenfang zu gehen.»

Reaktionen fielen verhalten aus

Bei den prominenten Gästen fielen die Reaktionen auf die Wahl von Sandro Cavegn dennoch ein wenig verhalten aus. «Sandros grosse Kampagne hat ihm zwar sehr viele Telefonvotings eingebracht, aber es hat ihn auch ein wenig Sympathie gekostet», erklärt Sängerin Paloma Würth. Viele hätten es als übertrieben empfunden, dass sich Sandro quasi Stimmen erkauft habe.

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Promis über Sandro Cavegn

1:58 min, vom 26.8.2012

Klare Worte findet auch Mode- und Imageberater Clifford Lilley: «Vielleicht haben wir dieses Mal nicht die richtige Wahl getroffen.» Er könne nicht richtig erklären warum, aber es habe andere Kandidaten gegeben, die ihn mehr bewegt hätten.

So erging es auch Kerstin Cook. Sie hätte lieber den Zweiplatzierten Dario Hold als Sieger gesehen. «Sandro macht es sicher gut, aber ich finde, er sieht seinem Vorgänger Luca Ruch sehr ähnlich, deshalb hätte ich jemand anders gewählt», erklärt die Miss Schweiz 2010.

Renzo Blumenthal will Vorwürfe nicht gelten lassen

Renzo Blumenthal sieht das Ganze etwas neutraler – nicht erstaunlich, schliesslich sass der Mister Schweiz 2005 in der Jury. «Sandro war bei den Voting überall vorne mit dabei und auch in der Jury war er bei vielen der Favorit.» Er habe am meisten Stimmen gesammelt und geholt, und dadurch schliesslich gewonnen.

Die Vorwürfe, Sandro hätte sich seinen Sieg erkauft, möchte Renzo Blumenthal nicht gelten lassen. «Er hat nichts Falsches gemacht – er hat einfach alle Register gezogen und alles Mögliche gemacht, deshalb ist der Titel verdient!»