Auftragskiller engagiert? AC/DC-Rocker Phil Rudd angeklagt

Schwerer Vorwurf: Der Schlagzeuger der australischen Hard-Rock-Band AC/DC soll einen Auftragskiller bestellt haben.

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Phil Rudd vor Gericht (Aufnahme ohne Ton)

0:37 min, vom 6.11.2014

Phil Rudd wurde am Donnerstag in Neuseeland angeklagt. Er äusserte sich bei dem Gerichtstermin in Tauranga nicht, hiess es laut Medienberichten. Nach Angaben der Polizei muss sich der 60-Jährige wegen der Planung eines Mordes, Todesdrohungen und Drogenbesitzes verantworten.

Polizei hat bei Phil Rudd Drogen gefunden

Der Mediengruppe «Fairfax New Zealand» zufolge hatte Rudd versucht, einen Auftragskiller anzuheuern, der zwei Menschen umbringen sollte. Über die angeblich geplante Tat machte die Polizei keine näheren Angaben. Wen Rudd gemäss den Vorwürfen umbringen lassen wollte, blieb unter Verschluss. Dem in Australien geborenen Rudd drohen wegen der Mordpläne zehn Jahre Haft.

Das Gericht setzte ihn gegen Kaution bis zum nächsten Gerichtstermin am 27. November auf freien Fuss. Die Polizei hatte zuvor Rudds Haus in Tauranga durchsucht. Er soll demnach Metamphetamine und Cannabis besessen haben.

Mittlerweile haben AC/DC auf ihrer Facebook-Seite zur Anklage ihres Bandkollegen Stellung genommen.

«Gerade haben wir aus den Nachrichten von Phils Inhaftierung erfahren. Wir geben dazu keinen Kommentar ab. Phils Abwesenheit wird keinen Einfluss auf die Veröffentlichung unseres neuen Albums und die bevorstehende Tour im nächsten Jahr haben.»

Rudd lebt seit mehr als 30 Jahren in Neuseeland und betreibt in Tauranga ein Restaurant. Er spielt mit einer Unterbrechung seit den 70er Jahren mit AC/DC.