Frauenrechtlerinnen stürmen Meryl Streeps Premiere

Eine Gruppe von Frauenrechtlerinnen legt sich während der Premiere von Meryl Streeps neuem Film in London auf den roten Teppich. Mit dieser aussergewöhnlichen Aktion protestieren sie gegen häusliche Gewalt.

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Proteste bei Filmpremiere von Meryl Streep

1:05 min, vom 8.10.2015

Premierenabend von «Suffragette» am Mittwoch in London: Während die Filmstars Meryl Streep (66), Carey Mulligan (30) und Helena Bonham Carter (49) über den roten Teppich gehen, stürmen Frauenrechtlerinnen durch die Abschrankung und blockieren den Weg. Sie skandieren «Dead women can't vote» – «Tote Frauen können nicht wählen». Damit protestieren sie gegen die zunehmende häusliche Gewalt in England.

Meryl Streep spielt Frauenrechtlerin

Die drei Schauspielerinnen stören die Proteste nicht. Im Gegenteil. Denn im Film «Suffragette» spielen Mulligan und Carter an der Seite von Meryl Streep drei Frauenrechtlerinnen zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

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Streep über Feminismus

0:47 min, vom 8.10.2015

Damals, als die politische Frauenrechtsbewegung in Grossbritannien ihren Anfang nahm. Die sogenannten «Suffragetten» gingen auf die Strasse. Sie riskierten bei ihrem Kampf für das Wahlrecht und die Gleichstellung der Frau Kopf und Kragen.

Carey Mulligan zu den aktuellen Protesten auf dem roten Teppich: «Grossartig. Das ist genau das, was man von einem Film wie diesem erwartet.» Klare Worte auch von Carter: «Hoffentlich regt der Film die Menschen an, auf Ungerechtigkeiten hinzuweisen.»

Schweizer Frauenstimmrecht

Das Frauenstimmrecht in der Schweiz wurde am 7. Februar 1971 eingeführt. Damit war die Schweiz eines der letzten europäischen Länder, welches den Frauen die vollen Bürgerrechte zugestand.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Frauenbewegung mit Meryl Streep

    Aus glanz und gloria vom 8.10.2015

    In «Suffragette» spielt Meryl Streep eine Frauenrechtlerin, die im England der Jahrhundertwende um die Rechte der Frauen kämpft. Auch an der Premiere in London setzte sich die dreifache Oscarpreisträgerin an der Seite ihrer Schauspielkolleginnen Helena Bonham Carter und Carey Mulligan für das «schwache» Geschlecht ein.