Gerichtsbefehl: Madonna und Exmann sollen Streit um Sohn beenden

Ein Londoner Gericht hat Popstar Madonna und Regisseur Guy Ritchie aufgerufen, den Sorgerechtsstreit um Sohn Rocco (15) rasch beizulegen.

Madonna umarmt ihren Sohn Rocco von hinten.

Bildlegende: Madonnas Sohn will bei der «Queen of Pop» nicht mehr leben. Instagram

Es wäre eine «Tragödie», wenn der Junge weiter darunter zu leiden hätte, sagte Richter Alistair MacDonald am Montag. «Ich bekräftige ein letztes Mal meine Bitte an die Eltern, eine einvernehmliche Lösung in ihrem Streit zu finden.»

Auch in New York, wo ebenfalls verhandelt wird, hat kürzlich ein Gericht auf eine rasche Verständigung gedrungen – bis dahin solle Rocco weiter eine Schule in London besuchen und bei seinem Vater wohnen. Madonna (57) und Ritchie (47) hatten sich das Sorgerecht zunächst geteilt, bis sich Rocco Ende 2015 entschloss, ganz zu seinem Vater zu ziehen.

«  Ich bekräftige ein letzes Mal meine Bitte an die Eltern, eine einvernehmliche Lösung in ihrem Streit zu finden »

Alistair MacDonald
Richter

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Was ist los mit Madonna?

2:09 min, aus Glanz & Gloria vom 14.3.2016

Laut Medien hat Madonna signalisiert, sie sei an einer Beilegung interessiert. Nichtsdestoweniger hat sie den Sorgerechtsstreit auf die Bühne getragen. Während ihrer Australien- und Neuseeland-Tour in den letzten Wochen hat sie den Fortgang ihres Sohnes während ihrer Konzerte thematisiert und ist dabei oft in Tränen ausgebrochen.

Die Sängerin und der für «Sherlock Holmes»-Filme bekannte Regisseur hatten sich 2008 nach rund acht Jahren Ehe getrennt.

Der Sorgerechtsstreit

Nach den Weihnachtsfeiertagen bei seinem Vater, Regisseur Guy Ritchie, weigerte sich Rocco nach New York zu seiner Mutter zurückzukehren. Angeblicher Grund: ihr radikaler Erziehungsstil. Mit Hilfe seines Vaters strebte er einen Sorgerechtsstreit mit dem Ziel an, dauerhaft bei ihm in London bleiben zu dürfen.