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International Mediziner über Eierstock-OP: «Jolies Entscheidung war richtig»

Aus Angst vor Krebs hat sich Angelina Jolie die Eierstöcke und den Eileiter entfernen lassen – und schockiert damit viele. «Puls»-Redaktionsleiter Gerald Tippelmann erklärt die Entscheidung des Hollywood-Stars.

Legende: Video Gerald Tippelmann über die Eierstock-Entfernung abspielen. Laufzeit 1:58 Minuten.
Aus Glanz & Gloria-Clip vom 24.03.2015.
Legende: Video Angelina Jolie spricht über die Brust-Amputation abspielen. Laufzeit 0:32 Minuten.
Aus Glanz & Gloria-Clip vom 03.06.2013.

Nach den Brüsten hat sich Angelina Jolie jetzt die Eierstöcke und den Eileiter entfernen lassen. Dies, weil sie genetisch bedingt ein höheres Krebs-Risiko hat. Was nach einem radikalen Eingriff klingt, ist für Mediziner und «Puls»-Redaktionsleiter Gerald Tippelmann ein sinnvoller Eingriff: «Da sie sich bereits ihre Brustdrüsen entfernen liess und Auffälligkeiten in den Eierstöcken hat, ist ihre Entscheidung folgerichtig», so Tippelmann im Interview mit «Glanz & Gloria».

Einen solchen Entscheid muss man für sich selber treffen – und nicht anhand eines Rollenmodells wie Angelina Jolie
Autor: Gerald Tippelmann«Puls»-Redaktionsleiter

Bei Patienten, die wie Angelina Jolie eine solche Veranlagung haben, sei die Wahrscheinlichkeit an Krebs zu erkranken bei 50 Prozent. Daher werde auch in der Schweiz häufig zu diesem Eingriff geraten.

Bedenklicher als die Operation ist für Tippelmann die Tatsache, dass Jolie mit ihrer Entscheidung an die Öffentlichkeit tritt: «Den Entscheid für eine solche Operation muss man für sich selber treffen – und nicht anhand eines Rollenmodells wie Angelina Jolie.»

«DOK» am Mittwoch

«Ein neuer Busen – Brustamputation wider Willen», Mittwoch, 25. März 2015, 22.55 UHR, SRF1

4 Kommentare

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  • Kommentar von Markus Schmid, Luzern
    Zum Glück bestand keine Gefahr für einen Gehirntumor, oder ist das die nächste OP?
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  • Kommentar von Nicola Harrison, Nussbaumen
    Gene lassen sich steuern. Das gilt auch für Krebsgene. Unser Lebensstil entscheidet darüber, ob eine Zelle krank wird, zur Krebszelle wird. Das bedeutet aber auch: Wir können wirksam gegensteuern. Durch ein »genetisch korrektes« Leben. Durch Bewegung, Ernährung, mentale Einstellung. Krebs ist eine Säure, die der Körper als Tumor "bindet" um das weitere Gewebe davor zu schützen. Basisch sein ist alles; das richtige Wasser, Omega Öle, zucherarme Früchte und Gemüse und Natursalz d.h. Elekronen!
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  • Kommentar von E. Schneider, Zürich
    Ich teile die Meinung dieses Arztes nicht. Angeblich hat Jolie: Brustkrebsrisiko 87 %, das Risiko für Eierstockkrebs 50 %. – wieso glauben die Leute einen solchen Mist? eine Krebserkrankung berechnen! Auch wenn man alle Faktoren zur Berechnung erkennen und berücksichtigen könnte ... nur schon die vielen Variablen! Ungeheuerlich wie man mit der Macht der Zahl die Leute manipuliert - und wie Simone Meier auf Watson heute schreibt: "Aus der Wissenschaft Medizin wird eine Philosophie der Angst."
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