Paris-Terror: Eagles of Death Metal noch immer am Boden zerstört

Nach den Pariser Terroranschlägen vor vier Monaten setzt die US-Band Eagles of Death Metal nun ihre Europatournee fort. Frontmann Jesse Hughes leidet bis heute unter den Geschehnissen. Sobald er darauf angesprochen wird, bricht er in Tränen aus.

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Jesse Hughes über seinen Gemütszustand

0:56 min, vom 16.2.2016

«Ich kann es nicht kontrollieren. Ich weiss nicht, wo es die ganze Zeit herkommt. Das ist so komisch», meint der 43-Jährige im Interview mit dem französischen Sender «iTele». Er habe keine Alpträume und schlafe gut. «Aber wenn ich aufwache, dann kommt alles wieder hoch. Ich dachte, wenn ich darüber rede, wird es leichter.» Dem sei aber nicht so und deshalb wünsche er sich nur eins, «dass es weggeht».

Am 13. November 2015 verübten mehrere IS-Terroristen an verschiedenen Plätzen in Paris Anschläge. Dabei drangen vier von ihnen in die Konzerthalle Bataclan ein, wo zu diesem Zeitpunkt die US-Band gerade ein Konzert gab. Dabei wurden 90 Menschen erschossen.

Plädoyer für Waffenbesitz

Schon lange will Jesse Hughes, dass jeder eine Waffe besitzen solle. Er habe Menschen sterben sehen, die hätten leben können. Der Sänger vertritt zudem die Ansicht, dass die strengen Waffengesetze in Frankreich den Anschlag nicht verhindert hätten.

Eagles of Death Metal haben am Samstag in Stockholm ihre Europa-Tournee fortgesetzt. Am Dienstag treten sie in Paris, im Olympia, auf. Am 23. Februar kommen sie nach Zürich.