Shitstorm gegen Dolce & Gabbana

Nachdem die Designer Dolce & Gabbana gegen gleichgeschlechtliche Eltern schiessen, ruft Elton John zum Boykott von ihren Klamotten auf. Er bekommt auf Social Media prominente Unterstützung.

Stefano Gabbana (links) und Domenico Dolce

Bildlegende: Im Kreuzfeuer der Kritik Die Designer Stefano Gabbana (links) und Domenico Dolce haben mit ihrer Aussage Kontroversen ausgelöst. Keystone

Der Streit «Elton John vs. Dolce & Gabbana» geht in die zweite Runde:

Viele Promis sind Eltons Ruf gefolgt und schliessen sich seinem Boykott der Marke Dolce & Gabbana an. Unterstützt werden sie unter anderem von Tennislegende Martina Navratilova.

Sie twittert: «Meine D&G-Shirts kommen in die Mülltonne. Ich will, dass niemand sie trägt.»

Shitstorm auf sozialen Netzwerken

Kritik kommt auch von Schmusesänger Ricky Martin. Er wurde 2009 selber Vater von Zwillingen, ausgetragen von einer Leihmutter. Auf seinem Twitter-Account macht er seinem Ärger Luft: «Eure Stimmen sind zu mächtig, um so viel Hass zu streuen. Wacht auf, es ist 2015!»

Auch die Witwe von Kurt Cobain, Courtney Love, ist stinksauer. Auf Twitter schreibt sie, dass sie ihre Klamotten alle verbrennen will.

Die Designer Dolce & Gabbana, die mit ihrer provokanten Aussage einen Shitstorm auslösen, sind selber schwul. In der Vergangenheit waren die beiden ein Paar.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Streit um schwule Väter: So sehen es die Schweizer

    Aus glanz und gloria vom 17.3.2015

    Sänger Elton John liefert sich via Medien ein Wortgefecht mit den italienischen Modedesignern Domenico Dolce und Stefano Gabbana: es geht um die Frage, ob schwule Paare Kinder von Leihmüttern austragen lassen sollen. Wie stehen die Schweizer dazu? Sänger Leonard und Komiker Jonny Fischer legen ihre Position dar.

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