So bitte nicht, Lady Gaga! Die grössten Super-Bowl-Patzer

Grosser Auftritt für Lady Gaga: Sie singt am diesjährigen Super Bowl die amerikanische Nationalhymne. Es ist in den USA das Fernsehereignis des Jahres mit gigantischen Einschaltquoten. Gerade bei den musikalischen Einlagen liegt die Krux – Gagas Vorgänger lieferten einige Skandale.

Lady Gaga

Bildlegende: Lady Gaga singt am Super Bowl Grosser Coup für Gaga: Der Auftritt vor einem gigantischen Publikum. Reuters

Zum 50. Mal wird das Football Finale in der Nacht auf Montag ausgetragen. Zum Jubiläum singt Lady Gaga (29) die Nationalhymne vor mehr als hundert Millionen Zuschauern allein in den USA. Eine grosse Ehre für den Superstar – aber auch der perfekte Moment für einen Skandal.

Bei den Musikeinlagen passierten in der Geschichte des Super Bowls immer wieder Skandale. Von nackten Busen bis Stinkefinger, die Stars liessen nichts aus.

Hier die Top 5 aller Super Bowl-Faux-Pas:

    • 1.
      2004: «Nipplegate» – die Mutter aller Skandale
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      2004: Janet Jackson und Justin Timberlake

      0:16 min, vom 3.2.2016

      Vor zwölf Jahren entblösste Justin Timberlake (35) während einer Tanzeinlage die Brust von Janet Jackson (49). Er riss mit einer Handbewegung ein Stückchen Leder von Janets Leib. Zum Vorschein kam eben dieser Nippel, welcher just dann mit einem Stern überklebt war.
      Ein Skandal mit Konsequenzen: Die Halftime-Shows wurden ab diesem Moment mit einigen Sekunden Verzögerung gesendet, damit man noch reagieren könnte. «Nipplegate» gibts wohl keines mehr.

    • 2.
      2006: Soulstar Aaron Neville verliert seine Stimme
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      2006: Aaron Neville verliert der Überwältigung wegen die Stimme

      0:26 min, vom 3.2.2016

      Es war alles perfekt für den Hühnerhaut-Moment: die Soulsänger Aretha Franklin (73), Aaron Neville (75) und ein riesiger Gospelchor als Backup. Aber irgendwie schien die sonst so kraftvolle Stimme von Neville vor Nervosität zu versagen, beziehungsweise in unkontrollierte Höhen zu schwinden.

    • 3.
      2007: Prince und die Penis-Gitarre
      Prince während des Super Bowl 2007

      Bildlegende: 2007: Prince Penis-Gitarre Der Leidenschaftliche Musiker in Aktion: Prince am Super Bowl im 2007. Keystone

      Prince (57) lieferte 2007 eine musikalisch sensationelle Halftime-Show. Geredet wurde danach aber lediglich über seine Gitarre. Das Instrument hat die Form des Prince-Symbols. Im Schatten des Vorhangs sah dieses aus wie ein gigantischer Phallus. Das Bild rückt bis heute die überragende Leistung des Musikers sprichwörtlich in den Schatten.

    • 4.
      2011: Christina Aguilera versiebt Nationalhymne
      Video «2011: Christina Aguilera interpretiert die Nationalhymne neu» abspielen

      2011: Christina Aguilera interpretiert die Nationalhymne neu

      0:49 min, vom 3.2.2016

      Da helfen alle Grammys nicht. Wenn der Text nicht sitzt, dann kann auch der grösste Profi aufgeregt werden. Christina Aguilera (35) sang vor Spielbeginn die Nationalhymne mit ihrer Gewaltsstimme und stolperte schon bei der ersten Strophe:

      Statt «O'er the ramparts we watch'd were so gallantly streaming» sang sie «Whose broad stripes and bright stars through the perilous fight».

      Noch während des Spiels überschüttete das Internet den Superstar mit Hohn und Spott. Christina Aguilera entschuldigte sich direkt danach und war von der Situation einfach überwältigt.

    • 5.
      2012: M.I.A zeigt den Mittelfinger
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      2012: M.I.A zeigt den Stinkefinger

      0:12 min, vom 3.2.2016

      Sie bezeichnete es als spirituelle Geste: Die Rapperin M.I.A. (40) zeigte während dem Super Bowl den Stinkefinger in die Kamera. Für den Bruchteil einer Sekunde zeigte sie über 100 Millionen Fernsehzuschauern den gestreckten Mittelfinger. Trotz Zeitverzögerung flimmerte er unzensiert über den Schirm.

      Die National Football League (NFL) war not amused. Die NFL forderte ein Jahr später über 16 Millionen Dollar Schadenersatz für «Beschädigung sittlicher Werte». M.I.A.s Antwälte verteidigten die Sängerin, dass Prince mit seiner Gitarre noch viel unanständiger war.