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International SRF-Internet-Experte: So kamen Hacker an Lawrences Nacktbilder

Schock in Hollywood: Ein Hacker hat private Bilder von jungen Promi-Frauen ins Netz gestellt. Unter den Opfern auch US-Schauspielerin Jennifer Lawrence. SRF-Digital-Redaktor Guido Berger erklärt, wie es soweit kommen kann.

Legende: Video SRF-Digital-Redaktor: So gelangen Hacker an Privatbilder abspielen. Laufzeit 0:15 Minuten.
Vom 01.09.2014.
Jennifer Lawrence
Legende: Jennifer Lawrence Reuters

Mehrere weibliche US-Stars sind Opfer eines mutmasslichen Hackerangriffs geworden. Ein Unbekannter stellte am Sonntag Dutzende Nacktfotos ins Netz, die unter anderem Jennifer Lawrence (24) zeigen. Ein Sprecher der Oscar-Preisträgerin bezeichnet die Tat als «abscheulichen Eingriff in die Privatsphäre».

Wie die Hacker vorgegangen sind, darüber lässt sich derzeit nur spekulieren. Eine plausible Möglichkeit ist laut SRF-Digital-Redaktor Guido Berger eine ganz gezielte Fishing-Strategie: «Es wurden möglicherweise E-Mails verschickt, die die Opfer aufforderten, ihre Passwörter zu ändern.» Mit diesen Daten sei es danach möglich, an Bilder heranzukommen, die sich in einem virtuellen Datenspeicher (einer sogenannten «Cloud») befinden.

Wie Jennifer Lawrence die Nacktbilder wieder vom Netz bekommt

Legende: Video Bringen Stars die Bilder wieder vom Netz? abspielen. Laufzeit 0:55 Minuten.
Vom 01.09.2014.

Auch andere Stars sind laut «TMZ» von dem Hacker-Angriff betroffen. So finden sich neben schlüpfrigen Fotos von Lawrence auch welche von Model Kate Upton oder Schauspielerin Kirsten Dunst im Netz.

Einmal im Umlauf und auf den sozialen Netzwerken sei es dann schwierig, solche Bilder wieder vom Netz zu bekommen. Allerdings glaubt Guido Berger, hätten prominente Opfer bessere Chancen als Normalverbraucher: «Jemand wie Jennifer Lawrence hat ein ganzes Team, das sich darum kümmert.» Überall wo diese Bilder auftauchen, würden laut Berger die Mitarbeiter von Lawrence dafür sorgen, dass die Bilder entfernt werden.

Genau das hat Lawrence auch vor, wie ihr Sprecher in einer Mitteilung schreibt: «Wir haben die Behörden eingeschaltet und werden jeden belangen, der die gestohlenen Fotos postet.»

Zehn Jahre Knast für Hacker von Scarlett Johanssons Bilder

Vor zwei Jahren war ein Hacker nach mehreren Cyberattacken auf US-Stars zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der Mann aus Florida hatte ein knappes Jahr lang mehr als 50 Opfer, darunter Scarlett Johansson, Mila Kunis oder Christina Aguilera, ausspioniert. Er hackte ihre Konten, griff auf private Fotos und Informationen zu und verbreitete sie im Internet.

(Mit Agenturmaterial)

5 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Erinnert an die Naivität von Herr Geri Müller. Digital/Kommunikationstechnologie ist wie eine Religion. Wer sie nicht kritisch Hinterfragt und bewusst mit ihr umgeht, überlässt sich der Manipulation. Deshalb benutze ich gegen den Rat vom heiligen Stuhl in Rom, Kondome und besass noch nie eine Kundenkarte, weil es den Händler ein Scheiss angeht, welche Marke ich bevorzuge ;-) Weiss auch, dass mit diesem Schreiben wiederum Metadaten über mich abgespeichert werden, aber kein Nacktfoto :-)
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  • Kommentar von Hans Peter Roth, Frauenfeld
    Was muss noch alles geschehen, damit die Leute endlich begreifen, dass das Internet ein öffentlicher Raum ist?
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  • Kommentar von Tom Marti, Suberg
    Wann merken die Leute endlich, dass "Internet" nicht privat ist...?
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