Verdacht auf Steuerbetrug: Dolce & Gabbana droht Haft

Das Designer-Duo Dolce & Gabbana wird der Steuerhinterziehung beschuldigt – die beiden könnten deswegen für zweieinhalb Jahre ins Gefängnis wandern.

Stefano Gabbana (links) und Domenico Dolce.

Bildlegende: Im Visier der Justiz Stefano Gabbana (links) und Domenico Dolce. Reuters

Die beiden Modeschöpfer Domenico Dolce und Stefano Gabbana könnten vielleicht schon bald für jeweils zweieinhalb Jahre hinter Gittern wandern. Gemeinsam, so die italienische Staatsanwaltschaft, hätten die beiden mehr als eine 1,2 Milliarden Franken Steuern hinterzogen. Sie sollen unter anderem eine Tarnfirma in Luxemburg angemeldet haben. Pro Kopf, so der leitende Staatsanwalt, bedeute dies eine Summe von mehr als 519 Millionen Franken hinterzogener Steuern.

Urteil gegen Stefano Gabbana und Domenico Dolce im Juni

Die Anklage behauptet, dass Dolce und Gabbana in den Jahren 2004 und 2005 ihre Markenrechte an eine Firmen namens Gado überschrieben hätten, um ihre Einnahmen, die sie mit dem Verkauf ihrer Mode machten, nicht angeben zu müssen. Dazu erklärt Staatsanwalt Gaetano Ruta gegenüber der italienischen Nachrichtenagentur Ansa: «Gado war eine künstliche Konstruktion, um Steuervorteile zu erzielen, was gelungen ist.» Ob die beiden Modeschöpfer tatsächlich in den Knast müssen, wird sich im kommenden Monat entscheiden, dann wird das Urteil in der Sache erwartet.

Die Modedesigner, deren Produkte auch von Madonna und anderen Promis getragen werden, wiesen in einem Interview mit der Tageszeitung «Corriere della Sera» im Januar jede Schuld von sich. «Wir sind sicher, dass wir immer korrekt gehandelt haben», sagte Gabbana.