Wirbel um Beyoncé-Auftritt: War die Nationalhymne Playback?

Nach dem zunächst vielgelobten Auftritt der Sängerin Beyoncé bei der feierlichen Amtseinführung von US-Präsident Barack Obama sorgen Playback-Vorwürfe in den USA für Wirbel. Die 31-Jährige habe die Nationalhymne nicht live gesungen, heisst es.

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Beyoncé singt die Nationalhymne

2:39 min, vom 23.1.2013

Zahlreiche US-Medien zitierten eine Sprecherin der United States Marine Band, die gemeinsam mit der Sängerin aufgetreten war. «Die ganze Musik für die Zeremonie wird vorher aufgenommen, weil an dem Tag so viel schiefgehen kann» sagte sie der «New York Post». «Kurz vor Beginn sind wir informiert worden, dass Beyoncé den aufgenommenen Song benutzen würde.» Den Grund dafür hätten sie allerdings nicht erfahren.

«Schockierend»: Fans sind enttäuscht

Per Nachrichtendienst Twitter äusserten sich binnen kürzester Zeit nach dem Auftauchen der Playback-Vorwürfe hunderte Menschen, viele davon enttäuscht. Die Nachricht sei «schockierend», schrieb auch das Boulevard-Blatt «New York Post».

Andere Medien verteidigten die Sängerin. Playback sei bei grossen öffentlichen Auftritten nicht unüblich, gerade auch wenn es sehr kalt sei wie bei der Amtseinführung am Montag. «Lasst die Lady in Ruhe», schrieb das «Forbes»-Magazin. «Es war trotzdem eine wunderbare Darbietung unserer Nationalhymne.» Beyoncé hat sich (noch) nicht zu den Vorwürfen geäussert.