Die aufrüttelndsten und emotionalsten Momente 2016

Die 88. Oscar-Verleihung ist Geschichte. Neben den Gewinnern machten vor allem drei Personen von sich reden: Moderator Chris Rock (51), US-Sängerin Lady Gaga (29) und Komponist Ennio Morricone (87).

Video «Rundumschlag: So eröffnet Chris Rock die Oscars 2016» abspielen

Rundumschlag: So eröffnet Chris Rock die Oscars 2016

1:35 min, vom 29.2.2016

«Ich bin hier bei den Academy Awards, auch bekannt unter dem Namen ‹White People‘s Choice Awards›. Hätte man als Moderator nominiert werden müssen, hätte ich den Job nicht bekommen»: Mit diesen süffisanten Worten eröffnete Moderator Chris Rock die diesjährige Hollywood-Gala und nahm die seit Wochen anhaltende Diskussion über die «weissen» Oscars auf.

Chris Rocks «schwarzer Humor»

Und der 51-Jährige legte nach: «Warum protestieren wir aber? Warum bei diesen Oscars?» Immerhin sei es schon die 88. Verleihung. Diese ganze «Keine Schwarzen»-Sache habe es schon mehr als 70 Mal gegeben. «Da gab es aber keine Proteste», sagte Rock mit Verweis auf die Sklaverei und die 1950er- und 1960er-Jahre. «Wir waren damit beschäftigt, vergewaltigt und gelyncht zu werden.» Es sei egal, was die beste Dokumentation sei, «wenn deine Grossmutter an einem Baum hängt». Das sass.

Einige Spitzen waren für die Show zu erwarten – mit so pointierten Sprüchen hatte dann aber wohl doch niemand gerechnet. Manch ein Gast im eleganten Dolby Theatre wusste gar nicht, ob er klatschen oder einfach irritiert lächeln sollte.

Video «Lady Gagas emotionaler Auftritt» abspielen

Lady Gagas emotionaler Auftritt

1:31 min, vom 29.2.2016

Wegen Lady Gaga weinten die Promis

Auch Lady Gaga fiel besonders auf. Mit ihrem Song «Til it Happens to You» erntete die US-Sängerin Standing Ovations und rührte zahlreiche prominente Gäste zu Tränen.

Das Lied wurde für den Dokumentarfilm «The Hunting Ground» geschrieben, der sich um sexuelle Gewalt an US-Universitäten dreht. Mit der Sängerin auf der Bühne standen mehrere junge Frauen, die auf ihren Armen Statements stehen hatten wie «Überlebende» oder «unzerbrechlich».

Ennio Morricone mit Standing Ovations gefeiert

Fünfmal ging Ennio Morricone bisher leer aus. Bei der sechsten Oscar-Nominierung klappte es endlich: Für den Soundtrack zu Quentin Tarantinos «The Hateful 8» erhielt der italienische Maestro nun im Alter von 87 Jahren die begehrte Statue für die beste Filmmusik. Und diese Ehrung trieb ihm und dann wiederum dem Publikum die Tränen in die Augen. Mit 78 Jahren hatte er zwar schon einmal den Oscar bekommen, jedoch für sein Lebenswerk und nicht für eine spezielle Komposition.

Rassenfrage bei den Oscars

Im Vorfeld hatte es heftige Diskussionen gegeben, weil in den wichtigsten Kategorien keine Schwarzen nominiert worden waren.

Sendung zu diesem Artikel