#OscarsSoWhite: Oscar-Akademie gelobt Besserung

Überwiegend weiss und männlich sind die Mitglieder der Oscar-Akademie. Das soll sich nun ändern. Die Academy reagiert auf die jüngste Kritik, dass Minderheiten übergangen werden: Sie verspricht mehr Vielfalt.

Am Freitag kündigte die «Academy of Motion Picture Arts and Sciences» «historische» Massnahmen an, um mehr Frauen und Minderheiten in die über 6000 Mitglieder starke Organisation aufzunehmen. Durch neue Mitgliedsregeln und eine Erweiterung des Vorstands soll mehr Vielfalt geschaffen werden.

Lee und Smith boykottieren die Oscars

Damit reagierte die Akademie auf die wachsende Kritik über die jüngste Nicht-Nominierung schwarzer Talente für die Oscars. Zum zweiten Mal in Folge hatten die Wähler der Film-Akademie Afroamerikaner in den vier Schauspielkategorien für den wichtigsten Filmpreis der Welt völlig übersehen. Stars wie Spike Lee und das Schauspielehepaar Will und Jada Pinkett Smith kündigten in den letzten Tagen an, der Oscar-Gala am 28. Februar aus Protest fernzubleiben. Zahlreiche Filmschaffende, darunter die Oscar-Preisträger George Clooney und Lupita Nyong'o, forderten Veränderungen in der Akademie. Andere riefen zu einem Boykott der Show auf.

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Boykott: Jada Pinkett Smith und Spike Lee bleiben Oscars fern

1:41 min, aus Glanz & Gloria vom 19.1.2016

So wird entschieden

Über die Oscar-Nominierungen und die Gewinner entscheiden die Mitglieder der Oscar-Akademie. 94 Prozent der Stimmberechtigten seien weiss, 77 Prozent männlich, das Durchschnittsalter liege bei 62 Jahren, ermittelte die «Los Angeles Times» im Jahr 2012. Die Akademie machte selbst keine Angaben zu der Zusammensetzung.