Berufung abgelehnt: Cristina von Spanien muss vor Gericht

Die Schwester des spanischen Königs Felipe kommt wegen Steuervergehen in Millionenhöhe auf die Anklagebank. Der Ermittlungsrichter lehnte am Freitag einen Einspruch ihres Anwalts ab.

Iñaki Urdangarin und seine Frau Cristina.

Bildlegende: Unter Verdacht Iñaki Urdangarin und seine Frau Cristina. Keystone

Ihr Anwalt teilt am Freitag mit, dass man keine weiteren rechtlichen Schritte gegen die Anklage unternehmen werde. Seine Mandantin sei unschuldig und habe «nichts zu bereuen».

Die 49 Jahre alte Cristina ist somit die erste direkte Verwandte eines spanischen Königs, die sich wegen eines Finanzskandals als Angeklagte vor Gericht verantworten muss.

Sie soll in eine Affäre um Ehemann Iñaki Urdangarin verwickelt sein. Er soll als Chef einer gemeinnützigen Stiftung mit Komplizen rund sechs Millionen Euro Steuergelder unterschlagen haben.

20 Jahre Haft gefordert

Für Iñaki Urdangarin hatte die Staatsanwaltschaft knapp 20 Jahre Haft gefordert. Im Falle Cristinas hatte sich der Sonderstaatsanwalt zwar gegen eine Anklageerhebung ausgesprochen. Die Gewerkschaft und Nebenklägerin Manos Limpias (Saubere Hände) forderte aber acht Jahre Haft für die Infantin und eine Geldstrafe von zwei Millionen Euro. Es wird erwartet, dass der Prozess in der zweiten Jahreshälfte eröffnet wird.